Wandbild abgerissen

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Bei Bauarbeiten wurde ein großes Wandbild in der Revaler Straße zerstört Repro: Grell

Protest im Stadtteil. Verwalter schweigt

St. Georg Völlig unerwartet für die St. Georger ist am vergangenen Freitagmorgen ein großes Wandbild in der Revaler Straße durch Bauarbeiten zerstört worden. Dagegen regt sich Protest im Stadtteil. „Das war eines der meist geschätzten Werke hier im Stadtteil“, bedauert Michael Joho von der Geschichtswerkstatt, der auf seinen Führungen durch St. Georg hier immer einen Stopp eingelegt hat. 32 Jahre lang hatte das Wandbild die St. Georger an die Vielfalt ihres Viertels erinnert und Geschichten von dem Miteinander im Stadtteil erzählt. Es war 1983 vom Künstlertrio Keller/Nissen/Steingrobe entworfen worden. Damals war die SAGA Eigentümerin des Wohnkomplexes. Mittlerweile wurde der Großteil der Wohnungen verkauft. Nach Informationen des Einwohnervereins soll der neuen Verwaltungsfirma Stöben und Wittlinger ein Gutachten vorliegen, das von „maroden, jederzeit absturzgefährdeten Platten“ sprechen soll. Nach Informationen des Einwohnervereins soll der neuen Verwaltungsfirma Stöben und Wittlinger ein Gutachten vorliegen, das von „maroden, jederzeit absturzgefährdeten Platten“ sprechen soll. Die Kulturbehörde habe nun Protest gegen die Zerstörung des Kunstwerks eingelegt. Es sei möglich gewesen, das Gemälde zu retten, so Joho: „Die bemalten Platten hätten abgeschraubt werden können, da das Wandbild nicht direkt auf die Fassade gemalt worden war.“ So hätte es an anderer Stelle genutzt werden können, argumentiert der Historiker. Statt dessen wurden die Platten zerschlagen und in Containern abtransportiert. Die Verwaltungsfirma Stöben und Wittlinger hat sich auch auf mehrfache Anfragen bisher weder zum Abriss geäußert noch zu Vermutungen, die Platten könnten asbestbelastet sein. (kg)
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Rainer Stelling aus St. Georg | 10.12.2015 | 13:38  
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