Weg vom „Garagen-Image“

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Ein Vereinsmitglied des Islamischen Zentrum Al-Nour e.V und Daniel Abdin (r.), Vorsitzender der Schura (Rat der islamischen Gemeinschaften in Hamburg e. V.) vor der Moschee am Kleinen Pulverteich 17 in St. Georg. Foto: Röhe

Muslime sollen künftig auch in Horn beten können

St. Georg. Freitag, 12.30 Uhr. Zeit fürs Freitagsgebet und etwa 600 Gläubige kommen in die Moschee am Kleinen Pulverteich 17. „Zu unseren normalen Gebeten an allen anderen Tagen kommen zwischen 30 und 50 Gläubige zu uns, Freitags hingegen kommen regelmäßig 600“, sagt Daniel Abdin, Vorstandsvorsitzender des Islamischen Zentrums Al-Nour e.V.. Das Islamische Zentrum, auch bekannt als Al-Nour Moschee, wurde 1993 gegründet. Sie ist eine arabische Moschee und befindet sich in einer stillgelegten Autogarage. „Zu uns kommen Besucher aus über 30 Nationen. Araber aus dem Nahen Osten und Nordafrika zählen genauso dazu wie Schwarzafrikaner aus Sudan und Westafrika, sowie Asiaten, Afghanen und Indonesier“, ergänzt Daniel Abdin.
Der 49-Jährige Vorstandsvorsitzende hebt hervor, dass auch Deutsche zu den regelmäßigen Besuchern gehören. „Aus diesem Grund werden alle Aktivitäten zunächst in deutscher Sprache angeboten, bevor unser Imam in auswärtiger Sprache fortführt“, sagt Abdin. Da die Moschee stadtbekannt und ein großer Anlaufpunkt für viele Gläubige aus allen gesellschaftlichen Schichten (Studenten, einfache Arbeiter, Ärzte, Rechtsanwälte, Ingenieure, Kaufmänner) ist, sind die Kapazitäten in St. Georg erschöpft. Aus diesem Grund hat die Al-Nour-Kirchengemeinde ein leerstehendes Kirchengebäude in der Sievekingsallee in Horn gekauft und wird sie bis zum 3. Oktober zur Moschee umbauen.
„Wir werden mehr als eine Million Euro in den Umbau stecken. Zehn Jahre lang stand die Kirche leer – das hat natürlich Spuren hinterlassen“, sagt Daniel Abdin. Der 49-Järhige ergänzt: „Die Anwohner in Horn brauchen keine Sorge zu haben: der Muezzin wird nicht vom Minarett rufen. Wir werden auch das Gebäude von außen nicht verändern, schließlich steht es zum größten Teil unter Denkmalschutz. Nur das Kreuz auf dem 44 Meter hohen Glockenturm werden wir abmontieren.“
Am 3. Oktober sollen erstmalig bis zu 300 Gläubige in der ehemaligen Kapernaumkirche in Horn beten können. Das ist nicht nur der Tag der Deutschen Einheit, sondern auch der „Tag der offenen Moschee“. Daniel Abdin hebt hervor: „Nicht nur am Tag der Moschee, sondern jederzeit steht unsere Moschee auch allen Christen und Juden als Pilgerort offen.“ Der Verein möchte vom „Garagen-Image“ weg und sucht noch weitere geeignete Gebäude für die vielen Gläubigen. (mr)

Islamisches Zentrum Al-Nour e.V., Kleiner Pulverteich 17, , Telefon: Tel.: 28 05 39 14, Fax: 28 51 92 57, Email: info@al-nour.de. Weitere Informationen finden Sie unter al-nour
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