Weltkultur-Erbe bekommt Infozentrum

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Die Speicherstadt zur „Blauen Stunde“ - die Erker und Türmchen haben etwas von einem Märchenschloss Foto: Senta Schuckert/wb

UNESCO-Komitee nimmt Speicherstadt und Kontorhausviertel in Liste auf

Hamburg. Das Welterbekomitee der UNESCO hat dem Hamburger Antrag auf Aufnahme der Speicherstadt und des Kontorhausviertels mit Chilehaus in die UNESCO-Welterbeliste zugestimmt. Damit hat Hamburg sein erstes Weltkulturerbe. Die Urkunde zum Titel gibt´s in etwa einem Jahr. Die Stadt will in der Speicherstadt ein Informationszentrum über das Weltkulturerbe einrichten.
„Ich freue mich außerordentlich über diesen Erfolg!“ sagt Bürgermeister Olaf Scholz, „Wir Hamburgerinnen und Hamburger dürfen stolz sein auf unsere neue Welterbestätte“. Seit 1999 bemüht sich Hamburg um den Titel, der die Speicherstadt noch mehr als heute zu einem Touristenmagneten machen soll. Die Bewerbung stellte heraus, dass die Speicherstadt nicht nur das größte und modernste Logistikzentrum seiner Zeit war, sondern noch heute das größte zusammenhängende, einheitlich geprägte Speicherensemble der Welt ist. Auch das Kontorhausviertel setzte weltweit Maßstäbe für die Entwicklung der Bürohausarchitektur. Die UNESCO spricht in der Begründung der Entscheidung von Gebäuden, „die einen oder mehrere bedeutsame Abschnitte der Menschheits-Geschichte versinnbildlichen.“ Die zwischen 1885 und 1927 errichtete „Stadt aus Speichern“ mit ihrem Verbindungsnetz aus Straßen, Kanälen und Brücken bietet nicht nur Touristen, sondern auch Hamburgern spannende Ein- und Ausblicke in die Architektur und Wirtschaft des 19. Jahrhunderts. (sh)
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