Wer will die Seilbahn?

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Joachim Stratenschulte (l.), geschäftsführender Vorstand der Stiftung Rickmer Rickmers, Dr. Herlind Gundelach, Senatorin a. D. und Vorsitzende des Bürgervereins Wilhelmsburg, und Thomas Mangold, ehrenamtlicher Vorsitender des Tourismusverbandes Hamburg, kämpfen für das Bürgerbegehren. Eine Seilbahn könne auch die Tourismusströme an der Elbe entzerren Foto: wb

Erstes Bürgerbegehren im Bezirk Mitte gestartet

Neustadt. Der Bezirk Mitte hat sein erstes Bürgerbegehren und vielleicht auch bald eine Seilbahn von der Neustadt über die Elbe. Wenn es nach der Bürgerinitiative „Hamburger Seilbahn“ geht, werden in den kommenden sechs Monaten mehr als drei Prozent der wahlberechtigten Bevölkerung – also etwa 6000 Menschen – ihre Unterschrift leisten, um die Bezirksversammlung dazu zu bewegen, dem Projekt Seilbahn für Hamburg zuzustimmen. Geschieht das nicht, ist die Bezirksversammlung gezwungen, einen Bürgerentscheid einzuleiten. Bereits 2011 stellten Stage Entertainment und Doppelmayr ihr Seilbahnprojekt nach Steinwerder vor. Sie soll 128 Meter hoch die Elbe queren. Das zentrale Argument der Bürgerinitiaive: Die „Hamburger Seilbahn“ würde komplett privat – also ohne Steuergelder – finanziert werden. Die für die Umsetzung des Projektes erforderlichen 35 Millionen Euro wenden Stage Entertainment sowie Doppelmayr auf. Gleichwohl würde die Stadt durch das Seilbahnprojekt Miet- und ein zusätzliches Steueraufkommen erzielen, die angrenzenden Stadtteile würden wirtschaftliche Impulse erhalten und es entstünden neue Arbeitsplätze. Das Projekt sei zeitlich befristet, ein Rückbau nach zehn Jahren durch den Betreiber gesichert, wodurch eine langfristige Planungsfreiheit des Hafens und der Innenstadt gewährleistet sei.
Ende Juni 2013 beschloss der Senat, dass die Entscheidung für oder gegen den Bau einer Seilbahn mit Startpunkt an der Glacischaussee beim Bezirk Hamburg-Mitte liege. Bisher konnten diese Gründe weder Bezirksversammlung noch Bezirksamtsleiter Andy Grote überzeugen. Norman Cordes, Bezirkspressestelle: „Bezirksversammlung und Bezirksamtsleiter Andy Grote sind der Auffassung, dass durch ein solches Projekt die Anwohner über Gebühr in Mitleidenschaft gezogen würden. Allerdings steht zu diesem Thema noch eine Senatsdrucksache aus, die nach der Sommerpause erwartet wird.“ Am vergangenen Montag reichten die Initiatoren Dr. Herlind Gundelach, Senatorin a. D. und Vorsitzende des Bürgervereins Wilhelmsburg, Thomas Magold, ehrenamtlicher Vorsitzender des Tourismusverbandes Hamburg, und Joachim Stratenschulte, Oberst a. D. und geschäftsführender Vorstand der Stiftung Rickmer Rickmers, reichten die erforderlichen Unterlagen für ein Bürgerbegehren beim Bezirksamt Hamburg-Mitte ein.
Listen zur Sammlung der Unterschriften unter www.tourismusverband-hamburg.de
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