Wetter in Hamburg: Der Sommer kommt nicht in Schwung

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Das Wetter in Hamburg: Mit Werten von 20 bis 22 Grad verlassen wir am Wochenende den Sommerbereich, so Wetterprofi Kent Heinemann Symbolfoto: thinkstock
 
Wolken, Regenschauer und kühlere Temperaturen bestimmen am Wochenende die Wetterlage. Am Sonntag soll es ab dem Nachmittag wieder freundlicher werden Symbolfoto: Ines Fedder

Wolken, Regen und kühle Temperaturen sorgen nicht wirklich für Sommerlaune. Erst ab Sonntag werden die Wetteraussichten wieder besser und trockener. Unsere Veranstaltungstipps trösten über das gefühlt „unendliche“ Wechselspiel aus Hochdruck- und Tiefdruckphasen hinweg

Von Natascha Gotta
Hamburg
Am Freitagvormittag werden wir in Hamburg dank der Auflockerungen die Sonne noch sehen, sagt Kent Heinemann, Meteorologe vom Institut für Wetter- und Klimakommunikation in Hamburg (IWK). Ab der Mittagszeit müssen wir wieder mit Regen rechnen, der aus dem Süden nach Hamburg zieht. Dabei kann der Regen auch mal schauerartig vom Himmel kommen. Dadurch werden die Temperaturen gedeckelt, so dass die Höchstwerte nur 20 Grad erreichen, so der Experte weiter. Die dichte Bewölkung bleibt über Hamburg für den Rest des Tages, so dass wir insgesamt auf eine Sonnenscheindauer von 1 bis 3 Stunden kommen. Damit verlassen wir am Freitag den Sommerbereich, so der Wetterprofi. Der Grund für die kühlere und nasse Wetterlage ist ein Höhentief, auch Kaltlufttropfen genannt. Dabei wird vorderseitig warme Luft aus dem Süden Europas heran geführt, wohingegen sich auf der Rückseite feucht-kühlere Luft bemerkbar macht, erklärt Heinemann. Im Überschneidungsbereich dieser zwei Luftmassen kann es zu ergiebigen Niederschlägen kommen. Da sich Kaltlufttropfen wie ein „Fettauge auf der Suppe“ verhält, ist seine Bewegung unberechenbar, sagt Heinemann. Damit wird eine genaue Wetterprognose sehr schwierig. Zumindest soll es nach den meisten Wettermodellen am Wochenende im Norden Deutschlands aber deutlich trockener als im Süden zugehen.

Renn-Katamarane erobern am Freitag die HafenCity

Ultraleichte Renn-Katamarane erobern ab Freitag die HafenCity. Bis Sonntag werden in Hamburg die Extreme Sailing Series vor dem Unilever-Gebäude ausgetragen. Mit bis zu 60 km/h „fliegen“ die Katamarane übers Wasser. Damit ist Segel-Action garantiert. Die Rennen finden jeweils von 14 bis 17 Uhr statt, die Siegerehrung ist am Sonntag. Das „Race Village“ ist ab 10 Uhr geöffnet, der Eintritt ist kostenlos. Ebenfalls am Freitag startet die Open-Air-Filmreihe auf dem Alsterdorfer Markt. Zum Auftakt läuft „Mein Leben als Zucchini“ ab 21.45 Uhr. „Tschick“ (18. August) von Fatih Akin und „Der Staat gegen Fritz Bauer“ (25. August) von Lars Kraume folgen. Alle Filme werden mit Untertiteln, Audiodeskription und induktiver Höranlage für Hörgeräte- und CI-Träger gezeigt. Der Eintritt ist frei.

Sonnabend: Es wird kühler mit wenig Sonne

Der Regen wird uns auch in der Nacht zu Sonnabend begleiten, sagt Heinemann. Zudem nähert sich von Westen her ein neues Tiefdruckgebiet, das Wolken und Regenfälle mit sich führt. Am Vormittag kann es durchaus trockene Abschnitte geben, die hohe Bewölkung lässt die Sonne aber kaum durch. Der Wetterprofi rechnet derzeit mit einer Sonnenscheindauer im gesamten Tagesverlauf von 1 bis 2 Stunden. Durch die Kaltfront aus dem Westen wird sich die Luft nicht wirklich erwärmen können, so dass die Höchstwerte am Sonnabend zwischen 18 bis 20 Grad betragen werden. Die Kaltfront zieht auch starke Böen nach sich, Windgeschwindigkeiten von 40 bis 45 km/h sind am Nachmittag durchaus möglich. Der feuchten und kühlen Luft folgen weitere Quellbewölkungen mit einzelnen Auflockerungen.

Der „Lord von Barmbeck“ treibt am Sonnabend sein Unwesen

Ein Stück Stadtteilgeschichte erleben Besucher im Hamburg Dungeon (Kehrwieder 2, 10 bis 18 Uhr). Die neue Show entführt in die Welt des Gentleman-Einbrechers Julius Adolf Petersen. Der Einbrecher-König machte in den 19020iger Jahren auch als Ausbrecher und „Robin Hood“ von Barmbek von sich reden. Das „Hamburger Fremdenblatt“ gab Petersen damals den Beinamen „Lord von Barmbeck“ (so schrieb sich der Stadtteil vor 100 Jahren). Der Überfall auf das Postamt 6 an der Susannenstraße im Schanzenviertel gilt als sein spektakulärster Einbruch. Wer es ruhiger und beschaulicher angehen möchte, findet als gestresster Stadtmensch bei einem Ausflug in die Vier- und Marschlande seine Auszeit. Unser aktueller Geheimtipp verspricht dem Ausflügler den dazu passenden Gaumenschmaus. Im „Café Vierlanden & Dinkelbackstube“ (Neuengammer Hausdeich 471) fühlen sich Gäste an die gute Stube der Großeltern erinnert – alte Möbel und Vitrinen, Holzdielen und Teppiche, Deckchen auf den Tischen und altes Geschiff aus den vergangenen Jahrzehnten. Hier lassen sich von 14 bis 18 Uhr selbst gemachte Dinkel-Spezialitäten in ruhiger Atmosphäre genießen.

Sonntag: Auf Wolken folgt die Sonne

Auch der Sonntag steht zunächst ganz im Zeichen der Quellbewölkung. Es sind auch immer wieder vereinzelt Schauer möglich, sagt der Meteorologe. In der ersten Tageshälfte beträgt die Niederschlagswahrscheinlichkeit 30 bis 40 Prozent. Im Tagesverlauf kommt dann endlich ein Hochdruckgebiet aus westlicher Richtung zum Tragen. Ab dem Nachmittag wird es allmählich freundlicher und die Temperaturen steigen wieder auf 20 bis 22 Grad. Die Sonne soll sich am Sonntag laut Heinemann zwischen 5 bis 7 Stunden zeigen.

Premiere für die Eisenmänner am Sonntag

Die Eisenmänner erobern Hamburg! Der legendäre Ironman-Wettbewerb, dessen Höhepunkt jährlich im Oktober auf Hawaii mit der Weltmeisterschaft ausgetragen wird, macht erstmals Station in der Hansestadt. 3,86 Kilometer Schwimmen, 180,2 Kilometer Radfahren und zum Abschluss noch ein Marathonlauf von über 42,195 Kilometern stehen für die Triathleten an. Die 2.500 Startplätze für den Ironman Hamburg waren innerhalb weniger Wochen komplett vergeben. Der Startschuss für die Profi-Männer ist am Jungfernstieg um 6.40 Uhr, die Profi-Frauen folgen um 6.43 Uhr. Die Amateure starten zwischen 6.50 und 7.10 Uhr. Die besten Plätze befinden sich entlang der Schwimm- und Laufstrecke an der Alster. Ab 14 Uhr beginnt auf dem Rathausmarkt die Finish Line Party. Der Sieger wird gegen 14.40 Uhr erwartet.

Montag: Es wird wieder wärmer

Der Montag profitiert weiter vom Hochdruckgebiet, das zum Wochenstart östlich von uns liegen wird. Es bringt wärmere Luft zu uns in die Stadt. Dadurch können die Temperaturen wieder auf 23 bis 25 Grad steigen. Damit sind wir wieder im Sommerbereich, sagt Heinemann. Im Westen wartet bereits ein neues Tiefdruckgebiet. Deshalb wird es ab Dienstag wieder unbeständig, sagt der Meteorologe. Die Temperaturen steigen am Dienstag zunächst weiter an, 25 bis 28 Grad sind in Hamburg möglich. Gleichzeitig wird es wieder schwül, so dass von Westen her Schauer und Gewitter folgen, die für eine erneute Abkühlung sorgen.
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