Wohnung statt Heim

Anzeige
So soll es bald aussehen: Das „Parkquartier Hohenfelde“ in einer Animation der Hansa-Baugenossenschaft. Foto/Repro: wh

Neues Projekt für Betreuende in Hohenfelde

Hohenfelde Der Rohbau am Mühlenkamp steht bereits. Noch werden unter Hochdruck Fassaden verkleidet: mit Klinkerriemchen in hellen Beige- und Grau-Tönen. Denn im „Parkquartier Hohenfelde“ wird am 10. Juli das Richtfest gefeiert. Danach starten in dem außergewöhnlichen Wohnprojekt schon Vermietungen: Vorrangig sollen Wohnungen an Paare, Familien und Angehörige vergeben werden, die Menschen mit persönlichem Unterstützungsbedarf betreuen.
Aus diesem Grund hat die Hansa-Baugenossenschaft ihre 101 Wohnungen sowohl für die Bedürfnisse junger Familien als auch für die von Senioren zugeschnitten. Zum Teil sind sie barrierefrei gebaut und öffentlich gefördert, weshalb sich die Miethöhen zwischen 6,70 und 13 Euro pro Quadratmeter bewegen. „Das Quartierskonzept sieht Wohnungen gemischt für alle Altersstufen vor, deshalb sind wir als Kooperationspartner mit dabei“ erklärt Maik Greb, Geschäftsführer der Hartwig-Hesse-Stiftung, die sich seit 1826 der Betreung älterer Menschen in Pflegeeinrichtungen widmet.

Weg vom Heimkonzept


„Wir wollen weg von Heimkonzepten und denken vernetzt“, so Greb. Dazu sei das Parkquartier Hohenfelde wie geschaffen. Hier richtet die Stiftung eine Tagespflege ein, in der Senioren mit Unterstützungsbedarf betreut werden – zur Entlastung pflegender Angehöriger.
Ebenso soll unter Federführung der Stiftung eine Wohnpflege-Gemeinschaft für Menschen mit Demenz entstehen. „So können etwa Ehepartner in räumlicher Nähe leben und werden bei der Pflege entlastet.“ erläutert Klaus Rosenfeld. Der Pflegedienstleiter der Stiftung arbeitet mit am Konzept „Quartiersleben mit Demenz“. Auch andere Formen der Unterstützung seien durch den ambulanten Pflegedienst der Stiftung gewährleistet, er erübrige oft die Unterbringung in einem Pflegeheim.
Auch ehrenamtliche Unterstützung sei gefragt, so Greb. „Zeit- und Geldspender sind bei uns herzlich willkommen.“ So entstand etwa ein „Geronto-Garten“ in einer Wohnpflegegemeinschaft am Klövensteen, in der sich Menschen mit Demenz offensichtlich geborgen fühlen. Greb könnte sich eine solche Gartenanlage auch im Parkquartier vorstellen. Der Parl selbst wird allerdings durch die Stadt erst angelegt und gestaltet, wenn die Baumaschinen das Gelände der früheren Grundschule Ifflandstraße geräumt haben. (wh)
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige