Männliche Hilfe gefunden

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Joerg-Peter Müller ist heute ehrenamtlicher Helfer der Suppenküche in St. Georg. Durch einen Schicksalsschlag hat er erkannt, wie schnell sich das Leben verändern kann. Von seiner eigenen Dankbarkeit möchte er heute den Menschen ein Stück seines neuen Glückes zurückgeben. Mit einem zufriedenen Lächeln bedient der die Hilfesuchenden in der Suppenküche und freut sich zum Team zu gehören.Foto: Grell

Suppengruppe hat jetzt Verstärkung bekommen

St. Georg. Mit einem Aufruf im Hamburger Wochenblatt und dem Verteilen von Flyern hat die Suppengruppe in der Kirchengemeinde St. Georg nach männlichen Helfern gesucht und wurde jetzt fündig. Joerg-Peter Müller ist einer der fünf neuen Helfer, die sich nun um das Beschaffen und Tragen der schweren Suppenkessel, das Austeilen und Servieren und die Kontrolle an den Eingangstüren kümmern. Männliche Unterstützung war unbedingt notwendig geworden, denn oft sind es zuerst die Damen in der Gesellschaft, die sich um eine ehrenamtliche Tätigkeit bemühen. „Viele sind nach der Zeit zuhause mit den Kindern gar nicht mehr in den Arbeitsalltag eingestiegen oder schon Rentnerinnen“. Dabei gibt es immer wieder Tätigkeiten, wo Männer einfach fehlen. Die schweren Suppenkessel, die von den Restaurants im Umkreis abgeholt werden müssen oder die oft überlastende Situation an der Eingangstür kann jetzt den freiwilligen Herren übergeben werden. Die Suppengruppe freut sich über so viele Meldungen. Joerg-Peter Müller las den Aufruf ebenfalls im Hamburger Wochenblatt und freut sich heute in der Suppenküche helfen zu können. Er wohnt im Stadtteil Uhlenhorst und kennt St. Georg schon seit seiner Schulzeit. Als Fußgänger ist er vor zwei Jahren in Bayern angefahren und so schwer verletzt worden, dass er viele Monate auf den Rollstuhl angewiesen war. Mit eiserner Disziplin hat er heute „ins Leben zurückgefunden“. Seitdem veränderte sich einiges für den Frührentner. Am eigenen Schicksal hat er erkannt, dass es jeden Menschen zu jeder Zeit treffen kann. Keiner ist gefeit gegen eventuelle drastische Veränderungen im Leben und deshalb „sollte man nicht wegsehen vor dem Elend direkt vor der Haustür“. Joerg-Peter Müller sieht zwei Jahre nach seinem Unfall wieder fit und überaus zufrieden aus. Das Helfen macht ihm sichtlich Spaß und mit einem Lächeln bringt er jedem Hilfesuchenden, der an diesem Mittag in die Suppenküche gekommen ist, eine warme Mahlzeit direkt an den Platz. Helfen scheint ihn richtig glücklich zu machen. „Ich möchte etwas von dem zurückgeben, was mir gegeben wurde als es das Leben nicht so gut mit mir meinte“, so Joerg-Peter Müller, der erlebt hat, wie schnell das Leben einen schlimmen Wandel nehmen kann. (kg)
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