Herbststurm Sebastian fordert zwei Todesopfer

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Hamburg: Das Sturmtief Sebastian hat heftig in Hamburg gewütet und zwei Menschenleben gefordert Symbolfoto: mdt
Hamburg: Willy-Brandt-Straße |

Feuerwehr Hamburg muss zu fast 400 Einsätzen ausrücken

Hamburg Der erste Herbststurm am Mittwoch (13. September) hat in Hamburg gewütet und zwei Menschenleben gefordert. In der Willy-Brandt-Straße wurde ein Passant von einem Gerüstteil, das von einem Hochhaus gestürzt war, erschlagen. Die Rettungskräfte fanden einen leblosen Mann am Unglücksort vor. Das Opfer wurde offenbar durch die Gerüstteile, die zur Absicherung gegen Absturz auf dem Dach des siebengeschossigen Bürogebäudes bei Dacharbeiten angebracht waren, getroffen und schwer verletzt. Der Mann wurde in ein Krankenhaus gebracht, wo er verstarb.

Rollstuhlfahrer in die Elbe geweht

Ein Rollstuhlfahrer stürzte gegen 14.17 Uhr am Anleger Blankenese in die Elbe. Der Mann soll von dem starken Wind in die Elbe geweht worden sein, so der Notruf bei der Feuerwehr Hamburg. Die Rettungsleitstelle Hamburg schickte daraufhin ein Großaufgebot an Rettungskräften mit Rettungstauchern, Löschboot, Kleinbooten der Feuerwehr und Rettungshubschrauber zur Unglücksstelle. Da Zeugen beobachtet hatten, wo der Rollstuhlfahrer, der seinen Rollstuhl mit dem Mund steuerte, in die Elbe fiel, konnten die Taucher die Unfallstelle genau absuchen und fanden Rollstuhl und Mann bereits nach kurzer Suche auf. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr Hamburg konnten den Mann jedoch nur noch tot aus der Elbe bergen.

Orkanböen von 115 km/h

Auch sonst wütete Tief Sebastian heftig in der Stadt. Die Feuerwehr Hamburg musste zwischen 12 und 20.30 Uhr zu 380 Unwetterbedingten Einsätzen ausrücken. Besonders abgeknickte Äste wurden gesichert und umgestürzte Bäume auf Fahrzeugen und Bahnlinien mussten durch die Rettungskräfte geräumt werden. Laut Deutschem Wetterdienst traten im gesamten Hamburger Stadtgebiet teils Orkanböen mit der Stärke bis maximal 11 Beaufort (115 km/h) auf. (ngo)
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