Sauna-Sex: Männer vor Gericht

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Die Sex-Spiele in der öffentlichen Sauna der Alsterschwimmhalle haben für vier Männer ein gerichtliches Nachspiel Symbolfoto: thinkstock

Die vier Angeklagten wurden in der öffentlichen Sauna der Alsterschwimmhalle erwischt

St. Georg Sie hätten lieber das Eisbad nehmen sollen. Doch die vier älteren Herren zogen die Duftsauna vor. Und dort bekamen sie Frühlingsgefühle. Am 22. Februar vergangenen Jahres sollen Fred G. (75), Ingo R. (75), Norbert L. (63) und Victor H. (59) in der öffentlichen Sauna der Alsterschwimmhalle Sex-Spiele getrieben haben. Beobachtet wurden sie dabei von Saunagast Yunis A., der sich in der Sauna entspannen wollte, dann aber schockiert den Bademeister alarmierte.

Erregung öffentlichen Ärgernisses

Wegen „Erregung öffentlichen Ärgernisses“ sollten sich die vier überhitzten Herren jetzt vor dem Amtsgericht St. Georg verantworten. Doch drei von ihnen kniffen, erschienen nicht vor Gericht. Sie wurden in Abwesenheit zu Geldstrafen auf Bewährung verurteilt. Sollten sie noch einmal straffällig werden, müssen Fred G. und Norbert L. Strafen in Höhe von 2.000 Euro und Victor H. eine Strafe in Höhe 2.400 Euro zahlen. Zudem muss jeder der drei Angeklagten eine Geldbuße von 300 Euro für einen guten Zweck bezahlen. Pünktlich zum Prozess war nur der Angeklagte Ingo R. erschienen. Er bestreitet, an den Sex-Spielen beteiligt gewesen zu sein. „Ich war seit zehn Jahren nicht mehr in der Duftsauna. Die Düfte bekommen mir nicht“, erklärt er.

Hand- und Oralverkehr

„Ich hoffe, es ist das letzte Mal, dass ich darüber erzählen musste“, sagt Zeuge Yunis A. (54), der die vier Herren in der Sauna beobachtete. Er berichtet von Hand- und Oralverkehr, den er in der Eukalyptussauna gesehen habe. „Ich war schockiert“, sagt er. „Das macht man doch nicht in einer öffentlichen Sauna.“ Die Männer bekamen Hausverbot in der „Hamburger Schwimmoper“. Auch Ingo R., und das ärgert ihn sehr. Er möchte herausbekommen, wer ihn beschuldigt hat, um dann selbst Anzeige wegen falscher Beschuldigung zu erstatten. Yunis A. kann nicht sagen, ob Ingo R. damals dabei war. „Es ist so lange her. Und die sahen damals so anders aus“, erklärt der Zeuge. Der Prozess wird am 6. März fortgesetzt. Dann sollen ein Polizeibeamter und ein Bademeister als Zeugen gehört werden. (je)
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