Überfallopfer wurde selbst per Haftbefehl gesucht

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Hamburg-City: Überfallopfer wurde selbst per Haftbefehl gesucht Symbolfoto: wb
Hamburg: Hamburg Hauptbahnhof |

Mutter löst Sohn am Hauptbahnhof aus und wendet Haftstrafe ab

Hamburg-City Am Donnerstagmorgen (18. Mai) meldete sich auf der Wache der Bundespolizei am Hamburger Hauptbahnhof ein 27-Jähriger. Der alkoholisierte Mann gab an, dass er von einem unbekannten Täter vor der Kunsthalle ausgeraubt und verletzt worden sei. Dabei wurden ihm die Geldbörse und das Handy entwendet. Wegen der Verletzungen am Fußknöchel riefen die Beamten einen Rettungswagen.

Haftbefehl wegen Diebstahlsdelikten

Die Überprüfung seiner Personalien ergab eine Ausschreibung zur Festnahme. Das Überfallopfer wurde selbst seit Mai 2015 wegen Diebstahlsdelikten gesucht. Der Hamburger hatte eine geforderte Geldstrafe bislang nicht gezahlt und sich auch einer Ladung zum Strafantritt nicht gestellt. Jetzt sollte der Gesuchte eine Ersatzfreiheitsstrafe von 30 Tagen verbüßen. Der gesuchte Mann wurde in Begleitung von Bundespolizisten in ein Krankenhaus gebracht, um die Verletzungen an seinem Fußknöchel ärztlich zu versorgen.

Mutter zahlt Geldstrafe

Der 27-Jährige konnte zwischenzeitlich seine Mutter telefonisch erreichen. Diese machte sich umgehend auf den Weg zum nächsten Polizeikommissariat und zahlte für ihren Sohn die geforderte Geldstrafe in der Höhe von 380 Euro. Damit bewahrte die Mutter ihren Sohn vor dem bevorstehenden Gefängnisaufenthalt. (ngo)
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