Olympia ist der große Traum

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Erfolgreiche Jugend des RV Hanseat: Trainer Nils Meyer (v.l.), Friedrich Dunkel, Marie Zürcher, Julius Matischik, Paul Gralla, Marissa Pohlmann und Trainer Nando Schmidt Foto: Hanke

Ruder-Jugend des RV Hanseat beschließt erfolgreichste Saison

Christian Hanke
Winterhude
Sie zählen zu den erfolgreichsten Hamburger Ruderinnen und Ruderern im Jugendbereich: die Jugendlichen und Jungerwachsenen des Alster-Rudervereins Hanseat am Kaemmererufer. Im Bereich U23 sind sie Hamburgs Aushängeschilder. 17 Medaillen holten sie im Juni bei den Deutschen Meisterschaften in Oberschleißheim im U17-, U19- und U23-Bereich. Julius Matischik und Mathis Koch im U17-Bereich gewannen zweimal Gold, Anna Lülfing im Achter eine goldene Medaille. Hinzu kamen fünf Silber- und neun Bronzemedaillen. Der RV Hanseat wurde im U23-Bereich der viertbeste Club in Deutschland. Mit Paul Gralla, Alexander Vollmer und Friedrich Dunkel fuhren drei Hanseat-Ruderer im Juli zur Weltmeisterschaft in Plovdiv (Bulgarien). Ihre Clubkolleginnen Marie Zürcher und Marissa Pohlmann, Bronzemedaillengewinnerinnen der Deutschen Meisterschaften, nahmen an den Europameisterschaften in Kruszwica/Polen im Achter teil und kamen auf dem sechsten Platz ein. „Wir haben konsequent Leistungssport gefördert. Diese Jugendlichen arbeiten schon seit einigen Jahren zusammen. Das war eine gute Kindergruppe“, erklärt Hanseat-Trainer Nils Meyer den beachtlichen Aufstieg der jungen Winterhuder Sportler in die deutsche Spitze.

Harte Arbeit, hoher Zeitaufwand

„Wir erleben die erfolgreichste Zeit des Vereins“, ist Nils Meyer überzeugt. Für die jungen Sportler bedeutet dieser Lebensabschnitt eine harte Arbeit, ein hoher Zeitaufwand und zahlreiche Entbehrungen. „Wir waren drei Monate lang kein Wochenende zuhause“, erzählt Paul Galla. Bei den Deutschen, Europa- und Weltmeisterschaften sind die Ruderinnen und Ruderer oft eine Woche und länger vor Ort. Im U23-Bereich wird in der Saison, März bis August, etwa 20 Stunden in der Woche trainiert. Aber auch im Winter ruhen sich die jungen Sportler nicht aus. Ergometer, Kraft- und Athletiktraining stehen dann auf dem Programm. Schließlich lautet eine altbewährte Ruderweisheit: Erfolgreiche Ruderer werden im Winter "gemacht".Rudern ist ein teurer Sport. Die Anschaffung von Booten durch den Ruderverein wird zwar mit Bundesmitteln gefördert, „aber dennoch bleibt vieles an den Sportlern und den Eltern hängen“, sagt Meyer. Für Paul Gralla ist dennoch klar: „Es lohnt sich. Man kann Olympia als Traum haben.“
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