Überlegene Stürmer verhelfen HRC zum Sieg

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Gedränge unter Dampf

Eine wahrhaft „drückende“ Überlegenheit des HRC führt zum ersten Sieg gegen den Bundesligarivalen FC St. Pauli seit über zehn Jahren.

Hamburg-Winterhude. Am vergangenen Sonnabend siegte in der Meisterrunde der Bundesliga Nord der Hamburger Rugby Club mit 22:10 gegen die Herren des FC St. Pauli. Der quasi historische Sieg geht vor allem auf das Konto der rot-schwarzen Stürmer. Im Gedränge dominierten die acht HRC-Stürmer ihre Gegner derartig, dass alle drei Versuche der gekonnten Ausführung dieser Standardsituation zu verdanken waren. Zweimal schob der HRC das Gedränge über die Linie, einmal bekam er einen Strafversuch zugesprochen.
Auch in den offenen Gedrängen spielte der HRC seine körperliche Überlegenheit routiniert aus.
Eine konzentrierte Verteidigungsarbeit der Paulianer verhinderte jedoch, dass aus dieser Dominanz Raum- oder gar Punktgewinn erzielt werden konnte. „Wir haben in den Kontaktsituationen gut gearbeitet und die Offensivaktionen des HRC unterbunden“, kommentiert Friedrich Michau die Defensive der eigenen Mannschaft.
Tatsächlich geriet der HRC auch bei eigenem Ballbesitz unter Druck, aus dem er sich nur durch Regelverstöße befreien konnten. Viermal hatte der FC St. Pauli in Folge solcher Verstöße die Gelegenheit bei Straftritten zu Punkten. Trotz aussichtsreicher Positionen gelang es nicht, Punkte zu erzielen.
Undisziplinierte Aktionen führten zu insgesamt drei Strafzeiten für Spieler des FC St. Pauli. Allerdings funktionierte auch mit 13 Spielern die Defensive sehr gut. Sogar eigene Punkte wären in Unterzahlsituation möglich gewesen, wenn die Straftritte über die Querstange gegangen wären.
Offensiv lief es bei den Braun-Weißen allerdings nicht wie gewohnt. Viele Vorbälle und einige Fehlentscheidungen der erfahreneren Spieler verhinderten laut Michau eine Korrektur des Ergebnisses.

Den langersehnten Sieg feierten die Anhänger HRC überschwänglich mit Jubelgesängen und Pyrotechnik. Der HRC festigt seinen fünften Tabellenplatz und kann in der verbleibenden Saison vielleicht sogar noch seine Ausgangssituation für die K.O.-Runde verbessern. Der viertplatzierte SC Gemania List aus Hannover hat nur zwei Punkte Vorsprung.

Nils Zurwaski, Präsident der Rugbyabteilung des FC St. Pauli, findet sein Team zwar verbessert, sieht aber die Hauptaufgabe für die nächsten Spiele in der Sicherung des sechsten Platzes und der Qualifikation für die K.O.-Runde.
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