Die gute Seele der Jenfeld-Villa

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Reinhold Dil ist nicht nur für das Abschließen des Jenfeld-Hauses zuständig Foto: nik
Hamburg: Charlottenburger Straße 1 |

Reinhold Dil bereitet das Stadtteilhaus in der Charlottenburger Straße für Veranstaltungen vor

Von Nicole Kuchenbecker
Jenfeld
Auf ihn kann man sich verlassen, er ist die gute Seele des Jenfeld-Hauses: Reinhold Dil. Und dafür ist ihm Geschäftsführer Olaf Schweppe sehr dankbar. Es gibt Menschen, auf die kann man sich einfach verlassen. Zu dieser Kategorie gehört auch Reinhold Dil. Lobende Worte von Chef Olaf Schweppe, der nicht ohne seinen Mitarbeiter sein möchte. „Ich kann mich einfach darauf verlassen, dass Herr Dil sich um das Haus kümmert“, sagt er, „er ist sehr verantwortungsvoll und lebt für das Haus.“

Über Umwege

Seit fast acht Jahren ist Dil die gute Seele des Hauses. Einst war er Fahrer von Schwerlastkraftwagen, verlor den Job. Über Umwege kam er zum Jenfeld-Haus. Vor fünf Jahren ging der heute 68-Jährige in den Ruhestand, dem Jenfelder Treffpunkt blieb er treu. „Er ist nicht nur zum Schließen da“, lobt Schweppe weiter, „er unterstützt auch unseren Hausmeister.“ Doch Dils Hauptaufgabe ist es, das Haus abzuschließen und es für Veranstaltungen vorzubereiten. „Wenn Herr Dil nicht da ist, dann fehlt etwas. Die Verlässlichkeit“, so Schweppe weiter. Vor ein paar Jahren übernahm Dil die Urlaubsvertretung des Hausmeisters und verunglückte mit dem Fahrrad auf dem Weg zur Arbeit. Das war gleich am Anfang der Vertretungszeit. „Ich habe mir fünf Rippen gebrochen“, sagt Dil, der viel zu bescheiden ist, um das dicke Lob seines Chefs anzunehmen. Sein Fehlen blieb nicht unbemerkt – im Gegenteil. Auch wenn Reinhold Dil immer nur kleine Einsätze von ein, zwei Stunden hat, läppern sich die Stunden. „Bei Menschen, die wie Herr Dil so liebenswürdig sind, muss man aufpassen, dass man sie nicht ausnutzt“, entgegnet Schweppe. Und weiter: „Ich muss auch darauf vertrauen, dass er auch ‚Nein‘ sagt, wenn ich ihn um etwas bitte.“ Aber nicht nur die Verlässlichkeit schätzt Schweppe an Dil, auch dass er sich eigenständig über Arbeitseinsätze informiert und anfallende Arbeiten einfach erledigt.

Auf einer Wellenlänge

Doch wie sieht Dil seinen Chef? Bescheiden sagt er: „Er ist ein guter Chef. Wir verstehen uns gut.“ Ans Aufhören denkt Dil noch lange nicht. „Es gefällt mir sehr gut hier“, sagt er, „so lange ich fit bin, mache ich weiter.“

Weitere Infos: Jenfeld-Haus
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