Fünf Jahre Haus am See

Wann? 18.02.2017

Wo? Schöneberger Straße 44, Schöneberger Str. 44, 22045 Hamburg DE
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Das Haus am See Foto: Bezirksamt Wandsbek
Hamburg: Schöneberger Straße 44 |

In Hamburg-Hohenhorst reffen sich Jung und Alt. Am 18. Februar wird gemeinsam gefeiert

Hohenhorst „Vor dem Bau des Hauses gab es hier ein verschlicktes, beinah zugewachsenes Rückhaltebecken. Es gab Ratten, alles war unansehnlich“, erinnert sich Torsten Höhnke, Geschäftsführer des Trägervereins Erziehungshilfe. Im Rahmen des Stadtteilentwicklungsprogramms RISE sei die Idee entwickelt worden, verschiedene soziale Angebote unter ein Dach zu bringen. „Das Haus wurde zum Schlüssel-Projekt“, so Höhnke. Nachdem klar war, welchen Bedarf es für Hohenhorst gab, fiel die Entscheidung für den Bau. Nach einem Architekturwettbewerb lagen 2011 die Pläne vor. Aus einem Bundesprogramm sollte es einen Zuschuss von 1,7 Millionen Euro geben. Auflage: Bis Ende des Jahres musste der Neubau stehen. Der damaligen Wandsbeker Bezirksamtsleitung war das Risiko zu groß, das Projekt wurde gestoppt. Es kam zu etlichen politischen Diskussionen im Bezirk und zu Protesten im Stadtteil, dann ging es doch los – unter Hochdruck. Und tatsächlich: Ende 2011 waren das Rückhaltebecken ausgebaggert und der Bau selbst abgeschlossen. Das „Haus am See“ startete offiziell im Februar 2012. Damals gab es zunächst nur ein kleines Café, einige Träger wie der Frauen- und Mädchentreff stiegen aus, eine Zweigstelle der Kita Knirpse & Co zog später ein. Zuletzt verringerte im vergangenen Jahr die VHS ihr Angebot.

Projekt „Nachbarschaftsmütter“

Dafür gibt es nun täglich einen Deutsch- und Integrationskurs für Flüchtlinge der nahen Unterkunft in der Grunewaldstraße. „1 + 1 = 3 war unsere Grundidee. Unterschiedliche Einrichtungen im Haus sollten neue Angebote ergeben“, erklärt Torsten Höhnke. Diese Rechnung sei aufgegangen. „Besonders aktiv sind hier auch die Senioren“, so der Geschäftsführer. Alle seien ehrenamtlich tätig und sehr engagiert. Außer an die Älteren wendet sich das Haus am See vor allem an Familien aus Hohenhorst. Ein wichtiges Projekt sind die „Nachbarschaftsmütter“, die auch Migranten erreichen. Weitere Angebote sind in Planung. „Das Haus am See wird gut angenommen, es ist ein freundliches Haus mit einer guten Atmosphäre. Ich arbeite gerne hier“, bilanziert Höhnke nach fünf Jahren. (rg)


Haus am See: Gefeiert wird offiziell am 18. Februar. Um 11 Uhr beginnt ein Frühschoppen mit Musik und zwei Talkrunden. Ab 14 Uhr wird dann ein „Familien-Aktiv-Tag“ angeboten. Alle aus Hohenhorst und Jenfeld sind eingeladen, der Eintritt ist frei. „Es wird hier bestimmt voll“, ist Torsten Höhnke überzeugt.
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