Haus am See: „Alle sind willkommen“

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Torsten Höhnke, Christine Jakobi und Elke Weber (v.l.n.r.) vom Haus am See Foto: rg
Hamburg: Schöneberger Straße 44 |

Offener Treff für „Alt-Hohenhorster“, Migranten und Flüchtlinge

Von Rainer Glitz
Hohenhorst
„Das Herzstück eines Mehrgenerationenhauses ist ein offener Treff“, sagt Elke Weber vom Haus am See. Denn dazu habe sich das Zentrum in der Schöneberger Straße mittlerweile entwickelt. So entstand die Idee, das „Welcome Café“ zu eröffnen. Es soll ein Raum der Begegnung sein: Für „Alt-Hohenhorster“, Menschen mit Migrationshintergrund aus dem Stadtteil und Flüchtlinge aus der nahegelegenen Unterkunft. „Wir wollen eine Verzahnung aller Bevölkerungsgruppen voranbringen“, erklärt Weber. Es wird Getränke, Kaffee und Kuchen geben, aber auch feste Angebote. Etwa PCs und WLAN. „So wollen wir auch Männer ansprechen, und die Nutzer kommen vielleicht auch so ins Gespräch“, sagt sie. Denn ein klassisches Café würde erfahrungsgemäß eher nur Frauen ansprechen.

„Welcome Café“

Und die Flüchtlinge können die Computer und das drahtlose Internet nutzen, um Kontakt in ihre Heimat aufzunehmen. Zum Angebot des „Welcome Cafés“ zählen aber auch Gesundheits- und Sozialberatung oder Hilfe bei Bewerbungen. Dazu kommt eine Kinderbetreuung, um Eltern für eine Weile zu entlasten. „Die Menschen sollen gute Gründe haben, zu uns zu kommen“, erläutert Elke Weber. Los geht es am 25. April. Danach wird das Café immer dienstags von 15:30 Uhr bis 17:30 Uhr seine Pforten im großen Saal im Haus am See öffnen.

Mehrgenerationenhaus

„Wir sind mittlerweile als Mehrgenerationenhaus anerkannt und bekommen Mittel vom Bund“, erklärt Torsten Höhnke, Geschäftsführer des Trägers „Erziehungshilfe e.V.“. Dazu soll sich das Haus am See noch mehr öffnen – und das mit entsprechenden Angeboten. Gleichzeitig soll das Foyer umgebaut werden. Es soll mehr Sitzplätze geben. Und der Informationstresen soll künftig noch öfter besetzt werden. Bereits jetzt gibt es Erziehungsberatung, Elternschule oder Seniorentreff im Haus. Dazu kommt ein täglicher Integrationskurs mit 20 Teilnehmern. Ein weiteres spezielles Angebot für Flüchtlinge ist in Arbeit. Der Kontakt zu möglichen Interessenten läuft laut Torsten Höhnke hauptsächlich über Mundpropaganda.

Frauen sind wichtige Multiplikatoren

Aber auch die „Nachbarschaftsmütter“ sind eingebunden. „Die Frauen sind wichtige Multiplikatoren und haben eine Lotsenfunktion“, so Höhnke. Für die Arbeit im Stadtteil sucht das Haus am See weiterhin Ehrenamtliche. Gerade erst haben sich die ersten Flüchtlinge für die freiwillige Arbeit gemeldet.

Weitere Infos und Angebote: Haus am See

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