Jenfelder Schule verabschiedet Leiterin

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Schulleiterin Renate Wiegandt genießt jetzt ihren Ruhestand Foto: Menzel
 
Schulsenator Ties Rabe (rechts) und Oberschulrat Jan Behrend überreichen Renate Wiegandt die Urkunde „Versetzung in den Ruhestand“ Foto: Menzel
Hamburg: Jenfelder Allee 53 |

Renate Wiegandt, die viele Jahre die Otto-Hahn-Schule leitete, genießt jetzt ihren Ruhestand

Von Siegmund Menzel
Jenfeld
Schulleiterin Renate Wiegandt hatte schon sehr früh den Wunsch, Lehrerin zu werden. Als Zehnjährige spielte sie im Elternhaus in Barmbek Schule, „unterrichtete“ dabei eine ganze Klasse, zu der ihr zweijähriger Bruder und etwa 20 Stofftiere gehörten. Es sei um fast alle Fächer gegangen, erinnert sich die heute 65-Jährige, die nach über 15 Jahren als Schulleiterin an der Otto-Hahn-Schule am Montag in den Ruhestand verabschiedet wurde.

15 Jahre OHS-Leiterin

Der Berufswunsch der Zehnjährigen ist in Erfüllung gegangen. Renate Wiegand machte ihr Abitur, studierte in Hamburg Erziehungswissenschaften, Mathematik, als Nebenfächer Chemie und Informatik. Ihr Referendariat absolvierte die gebürtige Hamburgerin an einer Schule in Langenhorn. Nächste Stationen waren Bildungseinrichtungen in Eppendorf und Jenfeld. Seit über 15 Jahren arbeitet sie als Schulleiterin an der Otto-Hahn-Schule. Am Montag (23. Januar) wurde die verdienstvolle Pädagogin mit großem Bahnhof in den Ruhestand verabschiedet. Als Pensionärin wird sie ihre Hobbys wie Reisen, Golf, Tennis und nicht zuletzt das Ferienhaus an der Nordsee besser pflegen können.

1.400 Schüler

Die Zahl der Schüler habe sich seit 2002 durch die sehr engagierte Arbeit des pädagogischen Personals sowie der Haus- und Büromitarbeiter verdoppelt, betonte Renate Wiegandt. In dieser Zeit verbesserte sich zugleich das äußere Erscheinungsbild. Nach Angaben der SchuIleiterin werden an der Stadtteilschule mit gymnasialer Oberstufe zurzeit etwa 1.400 Schüler aus rund 30 Nationen unterrichtet. Dabei handelt es sich um 65 Klassen der Stufen 5 bis 13, darunter Vorbereitungsklassen mit Flüchtlingen. Es gehe auch darum, ihnen das deutsche Schulsystem sowie Werte und Normen zu erklären, so die Mutter von drei Kindern. Einige mussten zum Beispiel lernen, Lehrerinnen zu akzeptieren.

Wenig Konflikte

Es gebe aber „wenig Konflikte“. Nach Ansicht von Renate Wiegandt ist die Schule ein gutes Beispiel dafür, auch „Schüler aus sogenannten bildungsfernen Schichten“ in die Ausbildung zu vermitteln oder zum Abitur zu führen. Die Einrichtung trägt neben vielen anderen Auszeichnungen den Titel „Starke Schule“, eine Ehrung der Hertie-Stiftung für Deutschlands beste Schulen, die zur Ausbildungsreife führen. Die Strahlemann Stiftung hatte im Herbst 2016 an der Schule eine Talent Company für Berufs- und Studienorientierung eingerichtet.

Kämpft „wie eine Löwin“

Renate Wiegandt kämpfe „wie eine Löwin“ für das Wohl ihrer Schüler, wolle immer das Beste rausholen, sagte Schulbüroleiterin Kirsten Dresel. Nur so sei im Februar 2016 die Eröffnung des Cafés Curie und der Produktionsküche, die auch für andere Schulen kocht, möglich gewesen. Sie habe sich zudem für eine Veranstaltungshalle und eine Bushaltestelle genau vor der Schule ins Zeug gelegt.

„Immer für uns da“

Einen guten Draht pflegt Renate Wiegandt auch zum Team der Schulsprecher. Die Leiterin gehe auf Probleme der Schüler ein, „ist ganz einfach für uns da“, meint Mahdi Saghari, der gegenwärtig die 13. Klasse besucht. Schulsprecher David Agong bekräftigte: Frau Wiegandt habe immer ein Ohr für die Schüler. Lob kommt zudem vom Elternrat, Vorsitzende Susanne Rossack-Kettenbeil hebt besonders die Offenheit und Unterstützung der Schulleitung hervor. Sie informiere gut und schnell.
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