Natur sehen am Natursee

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Naturbad Ostende: Kim Rau (l.) und Daniel Hoffmann können von der Terrasse aus das gesamte Bad überblicken Foto: Grell
 
Das Naturbad Ostende gibt es schon seit den 1930er-Jahren. Es wird von einem Verein bewirtschaftet Foto: Grell
Hamburg: Tonndorfer Strand 37 |

Das Freibad Ostende ist eines der schönsten Badeparadiese Hamburgs und das Wasser hat Trinkwasserqualität

Von Karen Grell
Tonndorf
Statt sich in den Kilometer langen Staus am Wochenende bis hin zur Ostsee zu quälen haben es Nachbarn aus Farmsen und Tonndorf richtig gemacht: Sie nutzten ihr idyllisches Naturbad Ostende, das in der Straße Tonndorfer Strand liegt und nicht nur bei den Familien im Stadtteil ausgesprochen beliebt ist. „Hier kommen Besucher aus ganz Hamburg her“, wissen Daniel Hoffmann und Kim Rau, die dem Verein angehören und am vergangenen Sonntag die Badeaufsicht übernahmen. Die Füße in kaltes Wasser getaucht, saßen die beiden unter einem Sonnenschirm auf einer Aussichtsplattform direkt über dem See und hatten die Badegäste von dort aus bestens im Blick. „Wir sind hier immer mindestens zu zweit als Bademeister unterwegs“, erklärt Kim Rau, „an Tagen, an denen das Bad von Badegästen überquillt, sind es auch mal drei oder vier ehrenamtliche Helfer, die als Lebensretter einspringen können“. Entstanden ist das wunderschön gelegene Freibad Ostende bereist in den 1930er-Jahren. Zunächst als Wehrmachtsbad genutzt ging der See erst vor knapp dreißig Jahren an den Trägerverein „Freibad Ostende“ über.

Wasser hat Trinkwasserqualität

Der 104 Meter lange und 50 Meter breite Bereich, der für die Badegäste abgetrennt wurde, ist in zwei Abschnitte unterteilt. „Vorne ist der Nichtschwimmerbereich, hinten geht es bis zu neun Meter in die Tiefe“, erklären die Bademeister. Hinter dem Absperrband sei dann ein Angelverein zuständig. „Das wissen die Fische natürlich nicht“, sagen Kim und Daniel lachend, die sich sicher sind, dass auch im Schwimmbecken immer mal ein paar Fische unterwegs sind. „Das Wasser hat hier Trinkwasserqualität“, bestätigt Kim Rau und regelmäßig würden Wasserproben entnommen und auf Bakterien untersucht. Das besondere Highlight im Bad sei der lange Sandstrand und die Insel im Schwimmerbereich, die gern genutzt wird, um von dort den passenden Sprung ins Wasser zu üben. Ein Beachvolleyballfeld und der kleine Fußballplatz, die Sprungtürme und die große Liegewiese geben dem Freibad Ostende den ganz besonderen Touch. „Außerdem wurden über den Winter die Toiletten saniert“, so Kim Rau, dessen Mutter hier die Kassenwartin ist.

Erwachsene 3 Euro, Kinder 1,50 Euro

Öffnen konnte das Freibad in diesem Jahr erst am 20. Mai, weil das Wetter vorher „einfach zu kühl war“. Jetzt ist aber bis zum September täglich von 9 bis 19 Uhr geöffnet und auch die Eintrittspreise konnten wieder stabil bleiben. Erwachsene zahlen hier drei Euro, Kinder bis zum zwölften Lebensjahr 1,50 Euro. Und noch eine gute Nachricht hat Daniel Hoffman für die Badegäste: „Die Wassertemperatur liegt schon bei zwanzig Grad.“ Wenn das kein Grund ist, das Freibad in Tonndorf einmal kennenzulernen. Der Tipp der beiden Bademeister für Pfingsten: „Statt Hitze im Auto lieber aufs Fahrrad steigen und eine kleine Radtour nach Ostende machen“.

Weitere Infos: Freibad Ostende
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