Zur Erinnerung an die Nazi-Opfer

Wann? 29.08.2017

Wo? Ahrensburger Straße 162, Ahrensburger Str. 162, 22045 Hamburg DE
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Die KZ-Gedenkstätte Wandsbek Foto: sim
Hamburg: Ahrensburger Straße 162 |

Feierstunde am 29. August an der KZ-Gedenkstätte in Hamburg-Wandsbek

Von Siegmund Menzel
Wandsbek
Einwohner aus Hamburg werden am Dienstag, 29. August,  an der KZ-Gedenkstätte Wandsbek mit einer Feierstunde an das Verbrechen und das Leid der inhaftierten Frauen erinnern. Im Außenlager des KZ Neuengamme hatten von Juni 1944 bis zum Kriegsende mehr als 500 Frauen aus dem KZ Ravensbrück in Zwangsarbeit unter unmenschlichen Bedingungen Gasmasken für die Lübecker Firma Dräger produziert. Die Gedenkveranstaltung findet jährlich am 29. August statt, dem Jahrestag der Hinrichtung der Russin Raja Ilinauk. Sie war wegen „Sabotage“ in Anwesenheit aller Häftlinge erhängt worden. Raja hatte eine Gussform für Gasmasken fallen gelassen, die dabei zersprang. Zur gemeinsamen Veranstaltung haben die Bezirksversammlung Wandsbek sowie die Vereine KZ-Gedenkstätte Neuengamme und Arbeitsgemeinschaft Neuengamme eingeladen. Sie findet ab 18 Uhr an der KZ-Gedenkstätte zwischen Ahrensburger Straße 162 und Wandse statt, wie das Bezirksamt mitteilte. Die musikalische Begleitung erfolgt durch Alexandra Hebart (Mezzosopran) und Katharina Hempel (Gitarre). Stefan Romey, Autor des Buches „Ein KZ in Wandsbek“, hält eine Rede.

Neuer Stolperstein

In die Feierstunde integriert wird der neue Stolperstein in der Ahrensburger Straße 162 für die russische Zwangsarbeiterin Raja Ilinauk. Im Anschluss an die Veranstaltung soll dort mit einer Schweigeminute der ermordeten jungen Frau gedacht werden. Die Bezirksversammlung Wandsbek hatte die Verlegung eines Stolpersteins beschlossen und finanziell unterstützt. Eine Besonderheit der Gedenkstätte: Sie ist geteilt. Die Fläche auf der Wohnsiedlung „An der Rahlau“ wird von Anwohnern gepflegt, um den angrenzenden Teil auf öffentlichem Grund kümmert sich der Freundeskreis KZ-Gedenkstätte Neuengamme. Die Vereinsmitglieder wollen die Verantwortung nun an das Bezirksamt abgeben. Sie könnten aus Altersgründen eine kontinuierliche gärtnerische Pflege und die Verkehrssicherheit im Zusammenhang mit Wegzugang, Sitzgelegenheit und den Vandalismus auf Dauer nicht mehr gewährleisten, heißt es.
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