Hamburger Jugend trainiert für Olympia

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Diese fünf Mädchen bilden ein Team, das in Berlin um gute Ergebnisse wetteifert: Emely, Mandy, Viktoria, Josie und Amiena (von links) Foto: sim
Hamburg: Jenfelder Allee 53 |

Turnerinnen der Otto-Hahn-Schule vor Olympia-Finale in der Hauptstadt

Von Siegmund Menzel
Jenfeld
Die zwölfjährige Viktoria von der Otto-Hahn-Schule in Jenfeld tanzt für ihr Leben gern. Sie ist Mitglied der Tanzgruppe Grazia und geht gleich mehrmals in der Woche zum Training. Um viel Bewegung geht es auch bei ihrem zweiten Hobby: Das Geräteturnen pflegt Viktoria an der Jenfelder Stadtteilschule. Sie besucht zurzeit die sportbetonte sechste Klasse, hat neben dem regulären Sportunterricht zusätzlich zweimal wöchentlich Spezialtraining. Geräteturnen mache Spaß, „wir lernen immer wieder Neues, auch besondere Übungen“, sagt die Schülerin.

In Berlin richtig Gas geben

Das Mädchen gehört zur fünfköpfigen Mannschaft aus den sportbetonten fünften und sechsten Klassen, die beim Schulsportwettbewerb „Jugend trainiert für Olympia“ in diesem Jahr Hamburg-Meister wurde und sich damit für das Finale in Deutschland qualifizierte, das morgen (4. Mai) in Berlin stattfindet. Dabei gehe es um Übungen am Boden, Reck, Schwebebalken, Stützbarren und Bocksprung, erklärt Axel Roeser, Diplomtrainer für Geräteturnen an der Otto-Hahn-Schule. Zum Programm würden Synchronturnen sowie Sonderprüfungen wie Standweitsprung, Tauklettern und Wendestaffel gehören. Beim Finale in Berlin werde es aber schwer, gegen die Eliteschulen des Sports in Deutschland zu bestehen, meint Roeser. Er verweist auf den olympischen Gedanken, denn das Wichtigste sei nicht der Sieg, sondern die Teilnahme. „Die Mädchen werden auch in Berlin nicht enttäuschen, sich gut präsentieren und richtig Gas geben.“

Fußballer, Leichtathleten, Golfer und Judokas

Nach Angaben von Björn Wißmach aus der Fachabteilung Sport der Bildungseinrichtung hat die Otto-Hahn-Schule im Geräteturnen bereits siebenmal in Folge die Hamburg-Meisterschaft des Wettbewerbs „Jugend trainiert für Olympia“ gewonnen. Dieser Erfolg sei ein Verdienst des „hochqualifizierten Fachmannes“ Axel Roeser, der „ein Glücksfall“ für die Schule ist und „mit viel Herzblut“ seine Arbeit macht. Wißmach hebt noch sein systematisches Training und seine Akribie in der Ausbildung hervor. Die insgesamt ein Dutzend Turnerinnen aus den fünften und sechsten Klassen würden sich auch bei Schulveranstaltungen präsentieren, Gradmesser sei aber der olympische Schulsportwettbewerb. Zu den sportbetonten Klassen zählen zudem Fußballer, Leichtathleten, Golfer und Judokas. Der 41-jährige Axel Roeser trainiert zudem Turnerinnen des Wedeler TSV. Die Liebe zum Sport bekam er in die Wiege gelegt, denn seine Mutter war ein aktive Turnerin. Er selbst wurde Leichtathlet und spielte erfolgreich Tischtennis. Den Spaß an der Bewegung zu vermitteln, sei eine vorrangige Aufgabe, erklärt der gebürtige Berliner, der seit zwölf Jahren in Hamburg lebt.
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