Sparen & Anlegen in der Krise? So legen Sie ihr Geld sicher an

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In wirtschaftlich unruhigen Zeiten wünscht sich die Mehrzahl der Menschen eine sichere Geldanlage. Das Problem dabei ist jedoch, Anlageformen, die als besonders sicher gelten, bringen oftmals nur eine geringe Rendite, die von der Inflation oftmals direkt wieder vernichtet wird. Wer sein Geld sicher anlegen und einer Geldentwertung dennoch entgehen möchte, sollte auf den richtigen Mix seiner Geldanlage achten. Durch die Kombination aus mehreren Geldanlagen lässt sich das Verhältnis zwischen Risiko und Chance deutlich verbessern.

Tagesgeldkonto für die kurzfristige Geldanlage


Gelder auf Tagegeldkonten unterliegen der gesetzlichen Einlagensicherung und sind deshalb bis zu einem Betrag von 100.000 Euro geschützt. Dies gilt zumindest dann, wenn Kunden sich für ein Tagesgeldkonto bei einer Bank mit Sitz innerhalb der Europäischen Union entscheiden. Gleichzeitig haben sie den Vorteil, dass sie jederzeit auf ihr Geld zugreifen können. Aufgrund der eher geringen Zinsen sollte man jedoch nicht mehr als 2 bis 3 Monatsgehälter auf dem Tagesgeldkonto parken. Dies reicht in der Regel aus um einen kurzfristigen Engpass zu überbrücken, ohne gleich auf den teuren Dispo zugreifen zu müssen.

Vor der Finanzkrise konnten sich Inhaber von Tagesgeldkonten noch über Zinsen zwischen 3 und 4 Prozent freuen. Damit lag der Zinssatz weit über der Inflationsrate, sodass sich sogar ein kleines Plus erzielen lies. Aktuell erhalten Anleger bei den meisten Banken einen Zinssatz zwischen 1 und 2 Prozent. Vergleichen sollte man die Angebote regelmäßig, da sich die Konditionen jederzeit ändern können. Besonders Neukunden profitieren für die ersten 6 Monate oftmals von einem höheren Zinssatz. Da es beim Tagesgeldkonto keinerlei Kündigungsfristen gibt, kann der Bankkunde mit dem Geld jederzeit zu einer anderen Bank wechseln. Achten sollte man bei der Entscheidung für ein Tagesgeldkonto, neben dem Zinssatz, auch auf die Zahlungstermine der Zinsen. Durch eine monatliche oder quartalsweise Zinsgutschrift lässt es sich vom Zinseszinseffekt profitieren und so eine höhere Rendite erzielen.

Mittelfristig anlegen als Festgeld


Steht noch mehr Geld zur Verfügung, so sollten die Sparer auch über eine Anlage als Festgeld nachdenken. Wie beim Tagesgeldkonto besteht beim Festgeld ein Schutz durch die gesetzliche Einlagensicherung. Bei der niederländischen NIBC erhalten Anleger ein Festgeldkonto bereits ab einem Anlagebetrag von 1.000 Euro. Auf 4 Jahre angelegt bietet die Bank hierfür einen Zinssatz von 2,30 Prozent. Durchschnittlich offerieren die Banken bei Anlagen über 4 Jahre jedoch meist einen Zinssatz zwischen 2 und 3 Prozent an. Längere Anlagezeiten lohnen sich eher nicht, da die Zinssätze im Verhältnis zur langen Anlagezeit nur noch geringfügig steigen. Zu beachten ist, dass während der Laufzeit nicht auf das angelegte Kapital zugegriffen werden kann. Deshalb sollte man sich sicher sein, dass der Betrag während dieser Zeit nicht benötigt wird. Unter Umständen lohnt hier jedoch das sogenannte Kombigeld. Eine Kombination aus Tages- und Festgeld. Nach Ende der Laufzeit wird das Festgeldkapital entweder an den Kunden ausgezahlt oder auf Wunsch erneut zum dann geltenden Zinssatz angelegt. Auf das Tagesgeld kann natürlich immer zugegriffen werden.

Tipp: Auch für Berufsanfänger, Schüler und Studenten ist Festgeldsparen eine gute Option. Hier bietet sich das Jugend-Festgeld an.

Für die Rendite sorgen Aktienfonds


Mit den gebotenen Zinssätzen für Tages- und Festgelder lässt sich das Kapital im besten Fall erhalten. Wer nach Berücksichtigung der Inflation aber auch noch eine Rendite erzielen möchte, der sollte zusätzlich auf andere Anlageformen, wie beispielsweise Aktien, zugreifen. Bisher machen die deutschen Anleger um einen Aktienfonds eher einen Bogen. Schwer zu verstehen, wenn man die Entwicklung der meisten Fonds in den letzten Jahren betrachtet. Wer auf breit streuende Fonds setzt, kann das Risiko auf ein Minimum reduzieren. Mit keiner anderen seriösen Geldanlage ließen sich in den letzten Jahren ähnlich hohe Renditen erzielen. Selbst die in Krisenzeiten erzielten Verluste wurden zumeist innerhalb weniger Jahre wieder aufgeholt.

Mit einem Fondssparplan können Anleger schon mit kleineren Monatsbeträgen im Laufe der Jahre einen ansehnlichen Betrag ansparen. Bei den meisten Fondsanbietern werden bereits Sparpläne ab einer monatlichen Sparrate von 50 oder 100 Euro angeboten. Dabei gehen Anleger keinerlei Verpflichtungen ein und bleiben zudem flexibel. Die Sparrate lässt sich übrigens jederzeit anpassen oder aussetzen und der Fondssparplan kann zu jedem Zeitpunkt gekündigt werden. Alternativ zum Fondssparplan können Anleger auch einen Einmalbetrag in Aktienfonds anlegen. Die Höhe der Summe ist je nach Fondsgesellschaft unterschiedlich und kann zu einem späteren Zeitpunkt durch zusätzliches Kapital aufgestockt werden.

Gold taugt nur begrenzt als sichere Geldanlage


Gold hat seit Jahren den Ruf einer absolut krisensicheren Geldanlage. Experten raten jedoch dazu, lediglich einen kleinen Teil des Vermögens in Gold anzulegen. Denn das Edelmetall hat auch einige entscheidende Nachteile. Zum einen ist der Ankauf von Gold aufgrund des jüngsten Kursanstiegs relativ teuer. Zudem erhalten Kunden hier im Gegensatz zu anderen Geldanlagen keinerlei Dividenden oder Zinsen. Nicht zu unterschätzen ist auch das vorhandene Währungsrisiko, da Gold in Dollar gehandelt wird. Bei einer Abwertung des Dollars droht ein Verlust. Des Weiteren sollte bedacht werden, dass die sichere Lagerung von Gold weitere Kosen verursacht. In der Regel benötigen Anleger hierzu ein Schließfach, welches von den Banken nicht kostenlos angeboten wird.

Eine Rendite lässt sich mit Gold nur dann erzielen, wenn der Preis steigt. Somit ist das Edelmetall als reines Spekulationsobjekt zu sehen.

Sind binären Optionen als Anlage geeignet?


Der Markt der Finanz-Derivate ist auch in Deutschland seit einiger Zeit um eine Variante reicher. Mit binären Optionen wird der Handel zum Finanz-Abenteuer in eigener Sache. Ein Abenteuer. Entweder es werden große Gewinne eingefahren – oder der Einsatz ist futsch. Nach Auskunft der deutschen Börsenaufsicht BaFin reicht vielen der Anbieter bereits eine EU-weite Notifikation aus, um in Deutschland tätig zu werden. Die BaFin hat Listen der bei ihr registrierten Finanzanbieter auf ihrer Internet-Seite zugänglich gemacht. Dass Regulierung aber nicht vor Zahlungsausfall schützt, zeigt das Beispiel des deutschen CFD-Brokers FXdirekt. Das Unternehmen war durch Überschuldung in die Insolvenz geraten, die Kunden konnten jedoch zum Großteil entschädigt werden. Hier erhalten Sie weitere Informationen zu binären Optionen.

Fazit


Es gibt durchaus sichere Geldanlagen, mit denen Sparer ihr Kapital sicher durch die Krise bekommen. Allerdings sind die Renditen dabei eher gering. Setzen Sie deshalb auf einen gesunden Mix aus sicheren und renditestarken Geldanlagen, um einerseits das Risiko zu reduzieren und gleichzeitig noch eine gewisse Rendite zu erzielen.

Bildquelle: pixabay.com; Public Domain CC0
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4 Kommentare
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Elke Noack aus Rahlstedt | 14.12.2013 | 17:36  
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Oliver Schmid aus Trittau und Umgebung | 14.12.2013 | 17:42  
1.240
Elke Noack aus Rahlstedt | 14.12.2013 | 17:45  
1.240
Elke Noack aus Rahlstedt | 28.01.2014 | 12:16  
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