240 Jahre wurden gefeiert

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Herr Hentschel philosophiert über die magische 240
"Das gibt es selten" dürfte in diesem Zusammenhang eine riesige Untertreibung sein. Gleich 6 Kolleginnen und Kollegen der Hahnheide-Schule begingen innerhalb der letzten 13 Monate ihr 40-jähriges Dienstjubiläum. Frau Wallnig, Frau Dräger, Herr Neelsen, Herr Roick, Herr Bertram und Herr Raeth waren die Glücklichen. In dem feierfreudigen Kollegium der Hahnheide-Schule war es selbstverständlich, dass die Jubilare ein Fest ausrichteten. Am 11.12.13 (!), allerdings nicht 14.15 Uhr sondern abends fand diese Feier statt.
So trafen sich das Kollegium fast geschlossen, Ehepartner und auch viele ehemalige Kolleginnen und Kollegen im Gasthof Waldeslust. Einer kurzen Begrüßungsansprache folgte eine Laudatio durch den Schulleiter, Herrn Hentschel. Er, der gerne jeden Jubilar oder in den Ruhestand ausscheidenden Kollegen mit einer persönlichen Rede ausführlich und persönlich würdigt, stand jetzt vor der Aufgabe, dieses für 6 Kollegen gleichzeitig zu tun und den Zeitrahmen einer einzigen Rede dabei nicht zu sprengen. Er nahm sich die 240 als Motto, zerlegte diese Zahl und fand erstaunliche Widerspiegelungen in den Daten der Jubilare, sogar in ihren studierten Fächern. Immer wieder tauchten die 2, die 4 oder die 6 beinahe magisch auf. Die Freude über diese Idee war groß.
Das Buffet im Gasthof Waldeslust ist über jede Kritik erhaben, nach einer kleinen Vorspeise und einer vorzüglichen Sellerieschaumsahnesuppe als Einstieg konnten die 50 Gäste nach Herzenslust schlemmen. Und damit ging die Feier erst los.
Die Jubilare ließen es sich nehmen, ihre Gäste mit einem gemeinsamen Lied zu erfreuen. Herr Scheel, der gerade erst in den Ruhestand getreten ist, outete sich als siebenter 40-Jähriger, der dieses Jubiläum durch seine Pensionierung nur um etwas mehr als einen Monat verpasst hat. Und so griff er in die Saiten seiner Gitarre und stimmte das alte Freddy-Lied "Wir" an. Natürlich bekam es einen neuen Text und die Jubilare lobten sich augenzwinkernd für all das, was sie schon geleistet und erlebt hatten. Dann zählten sie den anwesenden, meist deutlich jüngeren KollegInnen auf, was diese noch erwartet. Aus dem geschmetterten "WIR" wurde jetzt "IHR". Zum Abschluss dann der Schulterschluss. "Gemeinsam werden wir es schaffen! WIR WIR WIR!"
Frau Roick hatte für jeden Jubilar ein liebevolles, auf die Person zugeschnittenes Gedicht mitgebracht und dann mussten die Jubilare den Saal verlassen. Denn jetzt probten die Kollegen und weiteren Gäste ein Lied, das gehört in der Hahnheide-Schule seit vielen Jahren einfach zur Tradition. In diesem Fall war es "Aber bitte mit Sahne" von Udo Jürgens, dass Herr Scheel mit der Ehefrau eines Jubilars zusammen zu "Das schafft ihr 40 Jahre" umgedichtet hat. Der Schulalltag mit all seinen Irrungen wurde hier kräftig durch den Kakao gezogen. Alle 6 spendeten den verdienten Applaus.
Das Highlight im Wortsinne sollte kurz darauf folgen. Denn nun wurde die 40 vorbereitet. Um die Wartezeit zu überbrücken, erfreute Herr Fischer die Anwesenden mit einem herrlich lustigen Gedicht über eine missverstandene Jubiläumsfeier. Und dann wurde sie schon hereingetragen, die große metallene 40, bestückt mit 40 brennenden Teelichtern, fest auf einer hölzernen Platte montiert. Und alle Jubilare, auch die vergangenen, fanden sich in auf einer Plakette dort wieder. Diese Art des Wanderpokals dürfte einmalig sein. Herr Raeth, als der jüngste Jubilar (vom Jubiläumsdatum aus gesehen), nahm dieses teil letztlich an sich. Doch schon 2014, spätestens 2015 wird es erneut den Besitzer wechseln. In Abwandlung einer alten Fußballweisheit kann man sagen: Nach dem Jubiläum ist vor dem Jubiläum.
All diese Programmpunkte bildeten einen tollen Rahmen für diese Feier, die danach noch lange weiterging, man hatte sich schließlich viel zu erzählen. Mit vielen Geschenken schwer bepackt verließen die Jubilare gegen Mitternacht das Haus, der nächste Tag war schließlich ein regulärer Schultag. Wer gut feiern kann, kann auch gut arbeiten.
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