Abschluss oder Zwischenziel?

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Der Chor der Hahnheide-Schule unter der Leitung von Herrn Müller am Keyboard
 
Herr Müller an den Drums

Am 9.7. war es wieder so weit, in der Hahnheide-Schule wurden Schülerinnen und Schüler aus den 9. und 10. Klassen entlassen. Während der seit vielen Jahren bewährte Ablauf großenteils eingehalten wurde, so sorgten doch zwei Überraschungsauftritte für eine willkommene Abwechslung und einzelne Bemerkungen zeigten dem aufmerksamen Zuhörer gewisse Divergenzen.

Die Halle selbst war -im Gegensatz zu den vergangenen Jahren- kaum geschmückt, denn die Abschlussparty wird ja erst einen Tag später hier gefeiert. Dass diese Trennung sowohl eine Chance (so drückte es Herr Hentschel aus) als auch eine kaum zu meisternde Herausforderung wurde, war wohl keinem der Beteiligten vorher bewusst gewesen. Die Party stand lange Zeit vor dem Aus, weil zu wenige Anmeldungen vorlagen. Frau Kulling vom Schulelternbeirat lobte deshalb in ihrem Grußwort den Einsatz eines Schülers ganz besonders, der es in Eigenregie unternommen hat, 40 Karten kurzfristig an den Mann / an die Frau zu bringen.
Herr Hentschel wies in seiner Rede auf den bis dato höchsten Entwicklungsstand der Menschheit hin und ließ auch den Fußball, der schon so manch frühere Entlassfeier beeinträchtigt hatte einfließen. In seiner Geschichte, die erneut in den USA spielte, kam er recht abrupt auf die moralische Aufforderung, "mit Bedacht" zu handeln. Er legte Wert darauf, den Kindern, die heute entlassen werden, mitzugeben, dass sie beileibe keine Verlierer sind, nur weil sie es nicht geschafft haben, einen noch höheren Bildungsabschluss anzustreben.
Die Schulverbandsvorsitzende Frau Welte-Agatz verglich das kommende Leben der Kinder mit dem Wetter, es wird immer etwas Unvorhergesehenes passieren, auch mit negativen Umständen wird man zurecht kommen müssen. Willensstärke, Zielstrebigkeit und auch Empathie sollten den Kindern helfen, damit fertig zu werden.
Doch es wurden eben nicht nur Reden geschwungen, es wurde auch musiziert. Der Chor eröffnete mit einem erfrischenden Lied die Veranstaltung und der Chorleiter Herr Müller stellte zudem aus den 10. Klassen eine Rhythmusgruppe auf die Bühne, die mit zwei Gitarren, einem E-Bass, ihm selbst am Schlagzeug und mehreren Schülern an Xylophonen für Stimmung sorgten. Das zunächst zögerliche Publikum musste zum Mitklatschen aufgefordert werden, tat dies dann aber ausdauernd.
Der erste Überraschungsgast war eine Schülerin aus der 9. Klasse, die zum Zeichen für den Zusammenhalt nur mit einer Gitarre das Lied von Michael Jackson "Hold your Hand" spielte.
Die Klassen selbst verabschiedeten sich mit netten Worten von ihren Lehrern, sie ließen das eine oder andere Ereignis noch einmal Revue passieren und überreichten kleine Aufmerksamkeiten an ihre Klassenlehrerinnen. Sie waren in ihren Reden durchaus selbstkritisch. Auch: "Heute ist der erste Tag meines neuen Lebens" wurde als Motto ausgegeben.
Der Lehrerchor, der erneut von Herrn Scheel auf dieses Ereignis eingestimmt worden war, ließ dann die Kindern noch einmal "pauken, büffeln, ackern, schuften". Dieses Lied nach der Melodie "The Lions sleep tonight" ist schon ein Dauerbrenner der Entlassfeiern geworden.
Laut Programm wären jetzt die Zeugnisse ausgeteilt worden, doch als zweite Überraschung trugen zwei Kolleginnen ein kleines Alphabet vor, von A wie Abschluss bis Z wie Zeugnis. Dass der Buchstabe C zum Container, blau, quadratisch, praktisch aber auch gut? wurde, war vorherzusehen.
Nacheinander kamen jetzt die Klassen auf die Bühne und erhielten neben dem Zeugnis eine Rose. Einzelne Kinder wurden für ihren besonderen Einsatz mit einem Buchpreis zusätzlich belohnt. Nach gut zwei Stunden und ohne Regen ging diese Entlassungsfeier zu Ende.
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