Arbeiten statt Schulbank drücken am Sozialen Tag in Trittau

Anzeige
Frau Liebers (rechts) mit Ola (links) und Jenni

Für den guten Zweck bleiben viele Klassenzimmer der Hahnheide-Schule in Trittau am 13. Juli 2017 leer

Trittau. Die Schülerinnen und Schüler der Hahnheide-Schule nahmen auch in diesem Jahr zahlreich am Sozialen Tag von Schüler Helfen Leben (SHL) teil. Am 13.7. arbeiteten die Jugendlichen hierfür in örtlichen Betrieben oder Familien, der erhaltene Lohn geht als Spende direkt an die Hilfsorganisation. Schleswig-Holsteins Arbeitsvereinbarungen, mit denen Teilnehmende und Arbeitgeber Lohn und Arbeitszeit festlegen, hat die Schule von SHL erhalten – jetzt können die Schüler an die Arbeit gehen.
Damit die Schülerinnen und Schüler auch wissen und nachvollziehen können, warum der „Soziale Tag“ existiert und warum es wichtig ist, sich persönlich in diesem Rahmen zu engagieren, fand in der Schule eine Informationsveranstaltung im Vorwege statt. Hierbei konnten die Schülerinnen und Schüler an Vorträgen und Workshops teilnehmen.
Schirmherr Daniel Günther lobt das Engagement: „Seit 25 Jahren gibt es bereits Schüler Helfen Leben. Durch das großartige Engagement helfen Schülerinnen und Schüler, dass Menschen in Krisenregionen Perspektiven für eine bessere Zukunft erhalten.“ Die Einnahmen der Aktion kommen Jugendbildungsarbeit in Südosteuropa, Jordanien und Syrien zugute. 2017 sollen insbesondere Projekte gefördert werden, die mit Kindern und Jugendlichen mit Fluchterfahrung arbeiten.
Welche Projekte konkret mit den Geldern des Sozialen Tages 2017 gefördert werden, entschieden jedes Jahr im Mai 250 Schülerinnen und Schüler auf dem Projektauswahltreffen, dem Schülerkongress zum Sozialen Tag, in Berlin. Für die Hahnheide-Schule nahmen dieses Jahr Elias Gercken und Sohail Farid teil.
Die Delegierten wählten ein Projekt der Organisation „Pomoć Deci“ in Serbien, von dem sowohl Rückkehrer nach Serbien als auch Geflüchtete aus dem Nahen Osten profitieren. Jugendliche Paten unterstützen die Neuankommenden dabei, die Sprache zu lernen, den Schulbesuch (wieder)aufzunehmen oder eine Arbeit zu finden. In Jordanien wird ein Kinder- und Jugendzentrum der Johanniter mit ihrer lokalen Partnerorganisation „Sahel Horan“ in Al Shajara an der syrischen Grenze unterstützt. Um einen geschützten Raum zum Lernen und Spielen zu schaffen, werden dringend benötigte Renovierungsarbeiten und Möbel, außerdem der Aufbau einer Bibliothek finanziert.
Und die Schülerinnen und Schüler, die keine Arbeitsstelle gefunden hatten, wurden am 13.7. in der Schule eingesetzt. Allerdings weniger zum Unterricht, mehr zur Säuberung und Verschönerung des Schulgeländes. Selbstverständlich packten auch die Lehrkräfte dabei kräftig mit an.
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige