Hahnheide-Schule: Wir packen „Deckel drauf auf Polio“

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Im Eingangsbereich des Badlantics
 
Im Schwimmbad

Die SV der Hahnheide-Schule konnte stolz die Siegerklasse des Projektes „500 Deckel für ein Leben ohne Kinderlähmung“ auszeichnen. Dafür ging es nach Ahrensburg.

Der Eingangsbereich des Badlantics in Ahrensburg verwandelte sich am Mittwochvormittag in eine kleine Hindernisstrecke. Den rechten Zugang konnte kein Gast mehr benutzen, der war voll, voll mit Säcken, die ihrerseits randvoll mit Deckeln von Getränkeflaschen waren. Beinahe 130.000 Deckel stapelten sich dort und füllten überdies ein großes Schlauchboot fast bis oben hin. Wenig später stand eine ganze Schulklasse der Hahnheide-Schule dahinter, eingerahmt von ihrer Klassenlehrerin Frau Weck, dem Schulleiter, Herrn Hack, der Verbindungslehrerin, Frau Liebers, dem Leiter des Badlantics, Herrn Heel und einer weiteren Begleitung der Klasse. Davor in ihren grünen SV-Shirts drei Mädchen der SV.
Es war einmal wieder so weit, die „Deckelaktion“ der Hahnheide-Schule, die dort als Wettbewerb ausgetragen wird, hatte ihren Sieger gekürt. Die 6a war die fleißigste Klasse der Schule, über 40.000 Deckel kamen von ihr. Die Plätze zwei und drei brachten es zwar auch auf beachtliche 19.000 bzw. 13.000 Deckel, doch am Sieg der 6a gab es nichts zu rütteln. Und das Badlantic sponsorte großzügig den ersten Preis, nämlich einen Tageseintritt für die ganze Klasse. Da hat sich die Mühe gelohnt.
Die 6a, die schon einmal für ihr großes Engagement beim Sammeln ausgezeichnet wurde, hatte einen eigenen Deckelwart, der die mitgebrachten Deckel sorgfältig zählte und in Tüten verpackte. Jeden zweiten Mittwoch konnten diese dann bei Lea Pieper, Emily Rademacher und Maike Schwanke, die dieses SV-Projekt vom ersten Tag an betreut haben, abgeben. Diese drei führten ihrerseits eine Liste für alle Klassen, auch die Lehrer, die nicht in ihren Klassen sammelten, konnten mitmachen. Immerhin kamen da auch über 6000 Deckel zusammen.
Das Erfolgsrezept der 6a war genauso einfach wie brillant: Alle machen mit, alle fragen auch ihre Nachbarn und Verwandten und wer sich noch zusätzlich einsetzen wollte, ging zu den Pfandautomaten in den Supermärkten, fragte höflich und schraubte fleißig Deckel ab, bevor die Flaschen im Automaten zerdrückt wurden. Denn diese Deckel sind aus einem sehr hochwertigen Kunststoff gefertigt, der tatsächlich einen Wiederverkaufswert hat. 500 Deckel sind so viel wert, wie eine Polio-Schutzimpfung kostet.
Seit 2013 nutzt der Rotary-Club diese Möglichkeit um Gutes zu tun. Polio (Kinderlähmung) ist hier dank regelmäßiger Schutzimpfung ausgerottet, aber weltweit leider noch nicht. Und so schützen schon 500 Deckel ein Kind vor dieser heimtückischen, ansteckenden Krankheit. Schnell überschlagen, die 6a hat mit ihren knapp 43.000 Deckeln also 85 Kinder geschützt, die ganze Hahnheide-Schule 258. Das ist ein Rekord-Ergebnis.
Ob der attraktive Preis den Ausschlag für das große Sammelengagment gegeben hat oder einfach nur das gute Gefühl, Gutes zu tun, ist doch irgendwie egal, Hauptsache es passiert. Die SV ist schon wieder auf der Suche nach einem weiteren attraktiven Sponsor, damit die nächste Runde erneut vielen Kindern der Welt helfen kann. Und Sie, die sie das hier gerade lesen, können sich beteiligen. Schrauben Sie die Deckel der Pfandflaschen und der Einweg-Tetra-Packs ab und bringen diese z.B. zum Recyclinghof. Besser noch, geben sie diese an Schüler der Hahnheide-Schule weiter, es wohnen bestimmt welche in Ihrer Nähe. Denn nach dem Durchbrechen der 100.000-Schallmauer lockt jetzt die 150.000, doch das geht nur, wenn viele, viele mitmachen.
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