Hoher Besuch in der Hahnheide-Schule

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Die Ministerin verteilt Sonnenblumen

DAS hat es in der Hahnheide-Schule noch nie gegeben: die zuständige Ministerin kam zu Besuch und ließ sich auf eine Diskussion mit den neuen Lehrkräften ein.

Die Ministerin für Bildung und Wissenschaft, Frau Prof. Dr. Waltraut "Wara" Wende hat sich vorgenommen, die neuen Lehrkräfte in Schleswig-Holstein persönlich zu begrüßen. In der Hahnheide-Schule traf sie gleich auf sieben frisch gebackene neue Mitglieder des Kollegiums, unterstützt von drei weiteren, die in der neu geschaffenen Oberstufe unterrichten und meistens auch erst seit kurzem an der Schule tätig sind. Sie kam nicht mit leeren Händen, sondern überreichte jeder Lehrkraft eine Sonnenblume mit dem Hinweis auf die darin enthaltene Symbolik. Die Sonne möge über dem weiteren Weg an der Schule scheinen.
Die recht zahlreich anwesende Presse erzeugte ein kurzzeitiges Blitzlichtgewitter. In ihrem kurzen Eingangsreferat verband sie ihren Besuch mit der besonderen Wertschätzung für die Arbeit der Lehrkräfte und wies auf die Veränderungen / Verbesserungen im Schulsystem hin. Natürlich erwähnte sie auch das Geld, die Millionen, die das Land durch die BAföG-Änderung einspart, gehen vollständig ins Schulsystem, trotzdem drücken Schleswig-Holstein weiterhin hohe Schulden, die 10% des Landeshaushaltes auffressen. Danach kamen die neuen Kolleginnen und Kollegen zu Wort, erzählten, auf welchen Wegen sie an die Hahnheide-Schule gekommen sind. Einige wurden durch die entsprechenden Profile angezogen, andere wiederum reizte besonders, am Aufbau einer neuen Oberstufe von Beginn an aktiv mitzuarbeiten.
Danach wurde eine offene Fragerunde begonnen. So konnte sie erläutern, was sie sich unter den zukünftigen Assistenzkräften vorstellte und den unmittelbaren Bezug zur Inklusion herstellen. Auf die Frage von außen, warum das denn "erst jetzt" gemacht werde, antwortete sie forsch, das müsse man wohl ihre Vorgänger fragen, die ohne ein derartiges Konzept mit der Inklusion begonnen hätten.
Auch die unterschiedliche Belastung der Lehrkräfte in den unterschiedlichen Stufen und Schularten waren ein Thema ebenso wie unterschiedliche Laufbahnen und damit verbunden unterschiedliche Bezahlungen - für die gleiche Arbeit. So sagte sie rundheraus, wenn es allein nach der Verantwortung ginge, dann müssten die Grundschullehrkräfte das höchste Gehalt beziehen.
Das Gymnasium wird den Weg zum Abitur in 8 Jahren weiterhin ermöglichen und die Gemeinschaftsschulen ein Abitur in 9 Jahren, weitere Unterschiede sieht sie nicht. Alle Schularten müssen weg von der reinen Wissensvermittlung hin zu Kompetenzen, zum Wissenserwerb und zu sozialen und methodischen Kompetenzen. Schleswig-Holstein ist das erste Bundesland, das die bundesweiten Fachanforderungen umsetzt, die anderen folgen im nächsten Schuljahr. Aus solchen und anderen Sätzen hörte man sehr gut, wie stolz sie auf das bisher Erreichte ist.
Nach deutlich mehr als der geplanten einen Stunde verabschiedete sie sich mit freundlichen Worten: "Das war ja wie ein Seminar."
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