Retten, bergen, löschen

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Jochim und Leo aus der Jugendfeuerwehr Grönwohld bauten mit Sven Hintze (von rechts) eine Ölsperre auf dem Großensee auf Fotos: Pantelmann

Übung der Jugendfeuerwehren aus dem Amt Trittau

Von Margret Pantelmann

GROSSENSEE. Bei einer Großübung der Jugendfeuerwehren im Amt Trittau wurden in Großensee die unterschiedlichsten Einsätze simuliert: Hausbrand mit dichter Rauchentwicklung, eingeklemmte Person bergen, zusätzlich zwei weitere Personen suchen, die sich in dem Gebäude befanden. Gleich drei Löschwasserversorgungen hatte der Feuerwehrnachwuchs aufzubauen: vom nahegelegenen See, dem Dorfteich sowie ein Leitungsaufbau vom Hydranten mit einem Verteiler zum Tanklöschfahrzeug.

Ziel war eine realistische Darstellung eines Einsatzablaufes; denn diese gemeinsame Jahresübung soll die Jugendfeuerwehr auf ihre kommenden Aufgaben vorbereiten, aber auch die Jugendgruppen einander näher bringen. Mit Ausnahme von Hamfelde/Köthel, die terminlich anderweitig verpflichtet waren, konnte die Amtsübung mit den Jugendwehren aus Großensee, Grönwohld, Trittau und Witzhave durchgeführt werden.

Mit temperamentvollem Eifer waren die Jugendlichen dabei, die Schläuche nach dem Aufrollen miteinander zu verbinden. Dann endlich hieß er „Wasser marsch“, das „Feuer“ konnte bekämpft werden. Der Löschangriff der Jugendwehren kam aus allen Richtungen. Eine andere Truppe drang in das Gebäude vor, durchsuchte es und rettete die Personen. Die realistischen Übungsbedingungen wurden mit speziellem Übungsnebel geschaffen. Bei einer anderen Übung ging es darum, mit dem Ruderboot auf dem See hinauszufahren, um dort als technische Hilfeleistung eine Ölsperre aufzubauen.

Aufmerksam verfolgten Carina (6) und Ann-Kathrin (8) die Übung. „Wir freuen uns schon darauf, wenn wir auch dabei sein dürfen. Wir müssen aber zehn Jahre alt sein“, sagten sie zum Mindestalter. „Die Übung macht Spaß, auch dass sie ortsübergreifend durchgeführt wird. Jeder wird respektiert, die Großen helfen den Kleinen“, berichteten Leon (17) und Jochim (16) aus der Grönwohlder Jugendwehr. Beide hatten zudem die Aufgabe, vom Boot aus unter Anleitung von Sven Hintze, Funkwart der FF Großensee, die Ölsperre auszulegen.
Nico, das jüngste Mitglied in der Jugendfeuerwehr Großensee konnte seine erste Übung gar nicht abwarten. Schon eine halbe Stunde vor Beginn wartete er mit seinem Helm unter dem Arm. Als es endlich losging, kümmerte sich mit großer Sorgfalt um die Schläuche.

„Unter den Jugendfeuerwehren im Amt besteht eine sehr gute Zusammenarbeit. Ohne Konkurrenzkampf und immer fair“, lobte der Großenseer Gemeindewehrführer Frank Claren, der ortsbedingt die Gesamtaufsicht hatte. „Es ist toll, was wir hier lernen, und dass niemand gezwungen wird. Später will ich Feuerwehrfrau werden“, erklärte mit aller Selbstverständlichkeit Alina (10) aus der Jugendfeuerwehr Trittau, die ganz neu dabei ist und später Brände löschen und Menschen retten möchte. Lohn des Einsatzes war als Abschluss für alle Teilnehmer ein gemeinsames Essen und ein weiteres Kennenlernen.
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