Vollgas nach Fehlstart

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Der Fehlstart
 
Hier wird niemand beim Singen allein gelassen
Was für eine „Überraschung“: Egal ob Lehrkräfte oder Schüler, alle, die morgens das Gebäude der Hahnheide-Schule am Donnerstag betraten, trafen auf Absperrbänder und weitere Hindernisse. Es war aber kein Irrgarten oder ein klar abgegrenzter Umweg, sondern einfach nur planlos und mehrfach abgesperrt. Dazu „verzierten“ Zeitungen, Luftballons, alte Bälle und vieles mehr den Fußboden, es sah eher nach einer Müllhalde als nach einem witzigen Streich aus. Das sollte es aber sein.
Die Schüler des 10ten Jahrgangs, die dafür verantwortlich waren, hatten sich das bestimmt anders ausgerechnet, doch Absperrbänder quer über Treppenstufen sind einfach eine Unfallgefahr und müssen beseitigt werden. Und wenn schon einmal der Fußboden voll liegt, wer fühlt sich jetzt noch verpflichtet, mit dem eigenen Müll zum Papierkorb zu gehen? Reumütig wurde auf Anweisung des Schulleiters schnell aufgeräumt.
Soweit der Fehlstart. Dann aber gaben die Schülerinnen und Schüler Vollgas. Kurz nach 10 wurden alle Klassenräume gestürmt und Schüler wie Lehrer in die große Sporthalle beordert. Die Schüler füllten die Tribüne wie zu besten Handballzeiten und unten erwartete ein großer Parcours die Lehrkräfte, die sich an jeder Station mit Schülern der verschiedensten Klassenstufen messen mussten.
Vorher wurde noch etwas gequizzt, interviewt, getanzt und die Lehrkräfte unterstützten sich kräftig gegenseitig, auch beim Singen. Dann begannen die Spiele, insgesamt 9 der vorbereiteten 13 Spiele konnten in der veranschlagten Zeit durchgeführt werden und sorgten überwiegend für Heiterkeit nicht nur auf den Rängen sondern auch bei den Akteuren. Das Kopf an Kopf Rennen beim Eierlaufen entschied auf der letzten Strecke der Schüler, dem sein Ei herunterfiel. Bis der Ersatz auf dem Löffel lag, war der letzte Lehrer längst im Ziel. Auch die Pantomimen, die allerdings von den Rängen kaum erkennbar waren, verbuchte das Lehrerteam für sich.
Käsekästchen im Wettlauf-Modus dagegen ging klar an die Schüler, die sind ja auch Profis und spielen das gerne unbeobachtet im Unterricht. Dann wurde es laut: zwei Lehrer und zwei Schüler wurden in Toilettenpapier als Mumie eingewickelt. Dass das Toilettenpapier an der Perforierung leicht reißt, mussten alle immer wieder schmerzlich erfahren. Die „fertigen“ Mumien stellten sich dann dem Publikum. Hier heimsten die verpackten Lehrer den mit Abstand fettesten Applaus ein.
Der „Stopp-Tanz“ auf Zeitungspapier endete unentschieden. Trotz der größeren Füße des letzten Lehrerpaars konnte sich der Sportlehrer mit einer Kollegin auf dem Rücken auf seinen Fußballen halten. Erneut wurde es lustig, zumindest für alle Beteiligten und die, die es aus der Nähe beobachten konnten. Spagetti mussten einzeln in einen Strohhalm gesteckt werden, doch sowohl die Nudel als auch der Strohhalm wurden nur mit dem Mund gehalten. Auch hier gewannen die Lehrer dank besserer Technik. Jetzt mussten Minibrezeln, die auf Leinen hingen, um die Wette gegessen werden, natürlich ebenfalls ohne helfende Hände. Auch wenn einer der Lehrer alles gab, die Schüler knabberten schneller.
Im vorletzten Spiel mussten Luftballons in Partnerarbeit zum Platzen gebracht werden. Schlussendlich triumphierten hier erneut die Lehrkräfte. Das abschließende Sackhüpfen ging dann aber klar an die Schüler. So gewannen die Lehrkräfte mit 6:4 und die Vorhersage von Herrn Hentschel am Anfang im Interview :“Ich habe volles Vertrauen in mein Lehrerteam.“ bewahrheitete sich. Es folgten noch ein paar Ansagen und dann war dieser Teil ebenfalls vorbei. Viel Spaß, Abwechslung und eine launige Moderation durch die Schüler ließen die Zeit verfliegen.
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