Wenn drei sich nicht streiten …

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Der Schulleiter der Hahnheide-Schule
 
Die beiden Vorgänger, links Herr Sacknieß, rechts Herr Hentschel
 
Frau Welter-Agatz

.. dann muss wohl etwas Außergewöhnliches geschehen sein. Und die doppelte Jubiläumsfeier der Hahnheide-Schule war außergewöhnlich. Seit 50 Jahren steht sie in Trittaus Norden und seit 25 Jahren heißt sie Hahnheide-Schule. Das wurde gefeiert.

Außergewöhnlich war es, dass die Feierlichkeit mit einem Ehemaligen-Treffen am Nachmittag bei Kaffee und selbst gebackenem Kuchen begann. Die ehemalige Schülerin und jetzige Schulsekretärin, Frau Albrecht ließ es sich nicht nehmen, für „ihre alten Lehrer“ verschiedene leckere Kuchen und Torten vorzubereiten. Da natürlich auch noch aktive Lehrer dabei waren, gab es ein herzliches Wiedersehen und großen Gesprächsbedarf. So manch ein aktiver Kollege stöhnte, dass hier lauter war als im Unterricht.
Zum eigentlichen Festakt war bereits ein roter Teppich ausgerollt, der die geladenen Gäste ins Forum der Schule führte, auch das ist nicht selbstverständlich. Etwa 100 Personen waren der Einladung gefolgt und fanden auf Stühlen oder den Sitzstufen Platz. Der Schulleiter Christian Hack begrüßte die Anwesenden herzlich und ließ schon anklingen, was die Gäste erwartet.
Frau Welter-Agatz, die Schulverbandsvorsteherin hatte als weitere Hausherrin neben dem Schulleiter natürlich das erste Wort. Sie bezog sich auf das Jahr 1967, als der Bau der sogenannten „Nordschule“ fertig wurde, eine Idee, die von mehreren Rednern ebenfalls aufgegriffen wurde. Diese Schule hat sich in den letzten 50 Jahren stetig gewandelt, von einer reinen Volksschule jetzt zu einer Gemeinschaftsschule mit Oberstufe. Sie zollte den Kollegen und insbesondere den Schulleitern Respekt für diese Arbeit, sich permanent auf andere Gegebenheiten einzustellen. Mit einem Zitat von John F Kennedy endete sie: „Es gibt nur eines, das teurer ist als Bildung, nämlich keine Bildung.“
Die Schulband der Hahnheide-Schule sorgte mit dem Hit „Sweet home Alabama“ für die erste Abwechslung und erntete viel Applaus. Es sollte nicht der letzte an diesem Abend sein.
Danach ging Frau Nowitzki vom Bildungsministerium ans Rednerpult und machte klar, dass das Ministerium wohl demnächst erneut einen neuen Namen bekommen würde. „Aber Bildungsministerium geht immer.“ Auch sie hatte sich 1967 als Thema vorgenommen, und so gab es Überschneidungen und Ergänzungen. Sie würdigte die Entwicklung der Schule, die nie verharrte, zu einer Schule, die heute Platz für jedes Kind hat und auch jeden Bildungsabschluss anbietet. Ihr Schlusssatz „Ihr macht das schon gut!“ kam bei den Anwesenden sehr gut an.
Der außerschulische Partner der Hahnheide-Schule, die Sparkasse Holstein ließ es sich nicht nehmen, einen Scheck zu überreichen. „Geld geht immer“ damit wurde ein ehemaliger Schulverbandsvorsteher treffend zitiert.
Der Vorhang der Bühne wurde geschlossen und nach einer kleinen Umbaupause trat das Show-Team der Schule auf. Die Mädchen und der Junge aus der Turn-AG zeigten ihr Können, das bis in die Akrobatik hineinreichte. Es war wahrhaftig außergewöhnlich, was diese Kinder sich selbst unter Anleitung von Frau Liebers beigebracht und einstudiert hatten. Denn Frau Liebers als Betreuerin gab das Lob an „Kiki“ weiter, die das Show-Programm komplett selbst entwickelt hat. Außergewöhnlich! Der Applaus für das Show-Team war an diesem Abend mit weitem Abstand der längste.
Und außergewöhnlich ging es weiter. Denn jetzt kam nicht etwa der Schulleiter als abschließender Hauptredner auf die Bühne, sondern gleich drei Schulleiter wechselten sich ab. Die beiden Vorgänger von Herrn Hack ließen nicht nur „ihre“ Zeit an der Hahnheide-Schule Revue passieren.
Gerd Sacknieß, der 1988 Schulleiter wurde, begann. 1973 zählte die „Nordschule“ inklusive Grundschülern 1540 Kinder! Die Umbauphase, die für 2 Jahre parallel zum regulären Unterricht stattfand, war ein Thema, die alten wasserdurchlässigen Flachdächer, der Samstagsunterricht und die Mühen, ihn abzuschaffen rief er in Erinnerung. Und namentlich lobte er die ehemalige Schülerin, spätere Lehrerin und langjährige Konrektorin, die sogar zweimal für Monate kommissarische Schulleiterin war, Bärbel Krause als die Person, die am meisten sagen dürfe, dass das „ihre Schule“ sei. Weiterhin überbrachte er die Grüße der langjährigen Schulsekretärin Frau Grünke, die vor wenigen Tagen 90 Jahre alt geworden ist.
Sein Nachfolger, Herr Hartmut Hentschel setzte die Geschichte fort, er nahm die Zahl 50 als Aufhänger und erzählte über die Berlin-Fahrt, die er als Neuer plötzlich organisieren musste und quetschte die 50 Jahre in 5 Jahrzehnte mit ihren jeweiligen Überschriften. Das letzte Jahrzehnt „5.0“ war eben das des Umbaus zur Gemeinschaftsschule und des Kampfes um die Errichtung einer Oberstufe. Er würdigte ausdrücklich die Arbeit des Schulelternbeirates und der SV.
Nun ergriff der jetzige Schulleiter das Wort, auch er hatte sich auf 1967 vorbereitet und passte diesen Teil an die ersten Rednerinnen an. Er zitierte Mahatma Gandhi mit: „Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt.“ um dieser sehr individualistischen Sichtweise dann doch zu widersprechen. Die Zukunft liegt in der Kooperation vieler, möglichst aller. Wenn er morgens das Ortsschild von Trittau passiert, liest er: „Trittau, ein Ort mit Zukunft“. Das sieht er als Ansporn für seine Arbeit. Er freute sich, dass die Hahnheide-Schule demnächst die Auszeichnung als „Zukunftsschule“ erhalten wird. Er appellierte an alle, an die Schüler, die Lehrkräfte, den Schulverband und die Eltern, sich weiter für die Schule einzusetzen und bedankte sich beim Bürgermeister Trittaus für die Bereitstellung des Grundstücks und beim Schulverband für den Bau der Schule.
Und zum Abschluss überbrachte er die Nachricht, dass die Hahnheide-Schule mit ihrem Wappentier, der Eule jetzt eine Patenschaft für eine Eule im Wildpark Eekholt übernommen hat. Die entsprechende Urkunde überreichte er seinem Stellvertreter.
Den Abschluss des offiziellen Teiles übernahm noch einmal die Schulband. Herr Müller wies darauf hin, dass die Band die Eule bereits beim Proben vorweggenommen hat, denn das „Uhuuu“ sollte gleich zu hören und zu erkennen sein. Die Band spielte „Joker“ und erhielt großen Applaus für ihre gelungene Adaption dieses Titels.
Der Abend war damit aber nicht beendet, der WPU von Frau Grasse hatte sich wieder um die Versorgung der Gäste mit Getränken und Fingerfood gekümmert und die ließen sich nicht lange bitten. In lockeren Gesprächsgruppen, mit leckeren Häppchen ausgestattet und einem Glas Sekt, Bier, Saft oder Selters in der Hand ging dieser außergewöhnliche Abend noch mehr als eine Stunde weiter.
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