Deutscher Floristenmeister bindet in Hamburg

Anzeige
Stephan Triebe gewann die Deutsche Floristen-Meisterschaft mit einem kunstvollen Arrangement aus Schwertpflanzenfedern Foto: Hanke
Hamburg: Hofweg 8 |

Stephan Triebe kreiert in Blumengeschäft „Himmel und Erde“ in Uhlenhorst florale Meisterwerke

Winterhude/Uhlenhorst Pflanzen haben es ihm früh angetan. Und da ihn eine kreative Tätigkeit immer reizte, entschied sich Stephan Triebe schon im Alter von 14 Jahren Florist zu werden. Jetzt ist der Winterhuder, der bei „Himmel und Erde“ am Hofweg in Uhlenhorst arbeitet, Deutscher Floristenmeister. Fünf blumige Kreationen rund um die Olympischen Spiele waren bei der Meisterschaft im vergangenen Jahr gefordert. Vier Aufgaben für alle elf Teilnehmer und eine Überraschungsaufgabe. Triebe löste sie mit einem aus Schuhleisten geformten Set, den Schwertpflanzenfedern zierten. „Ich mache gern etwas mit Dingen, bei denen man nicht vermutet, dass man mit ihnen etwas machen kann“, erläutert Triebe die ungewöhnlichen Materialien, in die er seinen Blumenschmuck steckte.

Mehr Aufträge

Seit der Meisterschaft reißen die besonderen Aufträge nicht ab. Triebe arrangiert Pflanzen für Kunden mit ungewöhnlichen Ideen, für Mode- und Fachmagazine. Kürzlich erarbeitete er drei Werkstücke für ein Magazin, das den Produktionsprozess fotografierte. Da ist Triebe in seinem Element. „Ich experimentiere gern mit Farben und Materialien. Das ist ein künstlerischer Prozess und sehr vielseitig“, erzählt der Floristenmeister. Bei „Himmel und Erde“ findet er gute Voraussetzungen. Das Geschäft stattet oft besondere Feiern und Firmenentrees mit Blumenschmuck aus. Seine Bewerbung um die Hamburger Landesmeisterschaft, die Triebe vor zwei Jahren gewann – Voraussetzung für die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft – haben die Uhlenhorster Floristen unterstützt. Hier wollte Stephan Triebe arbeiten, als er vor zwei Jahren nach Hamburg kam.

Winterhude gefällt

Gebürtig in Sachsen-Anhalt zog es den 28-jährigen Floristen ins Rheinland und nach Bayern, bevor er nach Norddeutschland kam. In Hamburg gefällt es ihm gut, insbesondere in Uhlenhorst und Winterhude. Die Nähe zu Stadtpark und Alster reizt den Fahrradfahrer. Triebe ist mit einer Kollegin liiert, mit der er in Winterhude lebt. Der Balkon ist natürlich kunstvoll bepflanzt, aber über die Floristik wird möglichst nicht gesprochen. „Wir versuchen das aus unserer Freizeit rauszuhalten“, erklärt Triebe. Ist Hamburg nun seine Heimat geworden? „Erst einmal ja, aber wer weiß, wohin es uns noch treibt“, antwortet Stephan Triebe, den auch die Selbstständigkeit reizt. Vielleicht im heimischen Sachsen-Anhalt, zurück zu den Wurzeln? Auf weitere Titel ist Triebe nicht erpicht. „Das war einmal spannend. Jetzt habe ich es erlebt“, kommentiert der Meister. Die Deutsche Meisterschaft will er nicht verteidigen und auch Europameister zu werden reizt ihn nicht besonders. (ch)

Weitere Infos: „Himmel und Erde“
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige