Luxusbau „The Yard“ auf Jahre blockiert

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Die Animation zeigt „The Yard“ mit grünen Gärten und Wohnungen mit Dachterrassen
Hamburg: Schenkendorfstraße 28 |

Bezirk plant mit „Uhlenhorst 1“ einen neuen Bebauungsplan – der Prozess kann Jahre dauern. Das müssen Anwohner jetzt wissen

Von Marco Dittmer
Uhlenhorst
Das Bezirksamt Nord plant im Fall des umstrittenen – und vom Hamburger Oberverwaltungsgericht (OVG) gestoppten – Luxuswohnprojekts „The Yard“ einen neuen Bebauungsplan „Uhlenhorst 1“ (das Wochenblatt berichtete). Der Prozess dauert Jahre, in denen nicht gebaut werden darf. Anwohner können sich am 21. September einen Entwurf anschauen und Änderungen vorschlagen.

Natur erobert Baustelle zurück

Schon heute sieht man der Baustelle den Stillstand an: Moos breitet sich auf der Sandfläche aus, die Gruben der Betonpfeiler schimmern in Grün. Die Natur bekommt offenbar noch weitere Jahre Zeit, um sich die erst vor zehn Monaten aufgegrabene Baustelle an der Schenkendorfstraße 28, zurückzuholen, denn der nun vom Bezirksamt gestartete Prozess eines neuen Bebauungsplans kann Jahre dauern. Zwischen zwei und zwanzig Jahre kann es dauern, bis ein neuer Bebauungsplan steht. Das liegt an den verschiedenen Stufen, die ein B-Plan durchlaufen muss. Bürger haben erstmals bei der öffentlichen Plandiskussion die Möglichkeit, ihre Ideen in den Bebauungsplan einzubringen.

Info-Abend für Anwohner am 21. September

Die Vorschläge werden anschließend von der Verwaltung berücksichtigt, ein überarbeiteter Entwurf entsteht und wird in der öffentlichen Auslegung einen Monat lang zur Diskussion gestellt. Im Falle von „Uhlenhorst 1“ haben Anwohner am 21. September in der Ilse-Löwenstein-Schule ab 19 Uhr die Möglichkeit, sich den Entwurf des Bezirks erklären zu lassen und selbst Vorschläge einzubringen. Mit dabei sind die Mitglieder des Stadtentwicklungsausschusses der Grünen, CDU und SPD. Ein Sprecher des Bezirksamtes bestätigte, dass der neue Bebauungsplan durch den Baustopp von „The Yard“ gestartet wurde. Im Gespräch ist nun eine „abgespeckte“ Version des Wohnprojektes, wie es in informierten Kreisen bereits heißt.

Einzug war einst für 2018 geplant

2018 sollten hier die ersten von 33 Eigentums- und 15 Mietwohnungen bezogen werden. Doch Nachbarn klagten und bekamen Recht. Im März stoppte das Hamburger Verwaltungsgericht die Bauarbeiten, das OVG bestätigte den Beschluss später. Laut den Richtern weicht der Neubau in einem Innenhof in Uhlenhorst zu sehr vom aktuell geltenden Durchführungsplan D288 ab – die Baugenehmigung hätte nie erteilt werden dürfen. Pech für den Investor antaris. Der hat nach Erhalt der Baugenehmigung aus der Bezirksverwaltung bis heute viel Geld investiert.

Lesen Sie auch: Nachbarn stoppen Luxusbau in Winterhude

Lesen Sie auch: Wirbel um „The Yard“ in Uhlenhorst
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5 Kommentare
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Rainer Stelling aus St. Georg | 05.09.2017 | 18:10  
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Elke Noack aus Rahlstedt | 06.09.2017 | 08:39  
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Michael Kahnt aus Barmbek | 07.09.2017 | 06:20  
21
Matthias Kleinert aus Barmbek | 07.09.2017 | 13:34  
6
Michael Prom aus Uhlenhorst | 22.09.2017 | 21:00  
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