Stolpern in Eilbek ist programmiert

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66 Zentimeter zwischen Laternenpfahl und Bordsteinkante: Platz genug für einen Fußgänger, doch zu wenig, wenn man mit einem Rollstuhl oder einem Rollator unterwegs ist Foto: wb
Hamburg: Richardallee |

In der Richardallee steht ein Pfahl mitten auf Fußweg. Was ist Ihre Meinung zum Thema gefährliche Gehwege in Hamburg?

Eilbek Was macht die Laterne mitten auf dem Fußweg? Dass fragt sich auch Günther Schneider und schlägt Alarm. Er hält es besonders für ältere Menschen mit Rollatoren oder Rollstuhlfahrer gefährlich, den Wandsbeker Stieg an der Ecke zur Richardallee zu nutzen. Der Gehweg misst an dieser Stelle genau 115 Zentimeter. Das entspricht zwei Gehwegplatten. Hinzu kommen noch gut 60 Zentimeter Sandstreifen, die an eine Hecke grenzen. Genau auf dieser Breite von 115 Zentimetern steht nach 66 Zentimetern ein Laternenpfahl und versperrt den Durchgang. „Mich persönlich stört das nicht“, sagt Schneider, „aber Rollator- und Rollstuhlfahrer schon, die müssen über die Straße ausweichen.“ Der Anwohner hält dies für gefährlich, denn obwohl der Wandsbeker Stieg eine Tempo 30-Zone ist, herrscht hier viel Autoverkehr.

Zahlreiche Stolperfallen


Das Ausweichen auf die andere Straßenseite ist auch nicht einfach möglich. Denn auch hier ist der Fußgängerweg uneben, bietet durch teilweise hochstehende Gehwegplatten und Baumwurzeln Stolperfallen. „Die Häuser hier in der Umgebung sind alle in den 1950er-Jahren gebaut worden“, sagt Schneider, der zweimal täglich die Ecke Wandsbeker Stieg/Richardallee auf dem Weg zur Arbeit passiert: „Hier wohnen sehr viele ältere Menschen. Schon allein für die müsste hier etwas gemacht werden.“ Auch er sei bereits ins Stolpern gekommen und dass, obwohl er seiner Meinung nach noch die Füße ganz gut hoch bekomme. (nik)

Was sagen Sie zu dem Thema?


Kennen auch Sie Gehwege, die zu gefährlichen Stolperfallen werden? Oder andere Missstände, die das Hamburger Wochenblatt sich mal genauer anschauen sollte? Wir fragen bei den zuständigen Ämtern und Behörden nach. Und vielleicht kann man das eine oder andere Problem ganz einfach aus der Welt schaffen – oder zumindest erklären, warum das genau so vielleicht sein muss und nicht anders ist. Dann schreiben Sie uns doch einfach: wbv.redaktion@hamburger-wochenblatt.de
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