Veränderungen an der Landwehr?

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Auf der Nordseite der Landwehr geht es um Veränderungen der Parksituation Foto: sim
Hamburg: Landwehr 15 |

Lehrer aus Eilbek schiebt erfolgreich eine Diskussion über Parksituation an

Von Siegmund Menzel
Eilbe
k Die Redewendung „Was lange währt wird endlich gut“ könnte auch auf die Parksituation auf der Nordseite der Landwehr zutreffen. Tom Jakobi aus Eilbek jedenfalls hofft auf Veränderungen (das Wochenblatt berichtete). Der Gymnasiallehrer hatte Ende Juni 2016 eine Eingabe mit der Bitte um Prüfung seiner Vorschläge an die Bezirksversammlung Wandsbek gerichtet. Sie landete schließlich gemeinsam mit der Stellungnahme der Behörde für Inneres und Sport beim Regionalausschuss Kerngebiet Wandsbek, der das Thema im Vorjahr viermal vertagte.

Einstimmiger Beschluss

In der Januar-Sitzung hat das Gremium einen interfraktionellen Antrag der SPD und von Bündnis90/Die Grünen einstimmig beschlossen. Die von der Fachbehörde vorgeschlagenen Maßnahmen seien sinnvoll, heißt es. So sollte geprüft werden, ob zwischen den Häusern Landwehr 13 und 15 weitere querstehende Anlehnbügel für Fahrräder angebracht werden können und ob Absperrelemente nötig sind, um Rad- und Gehwege vor verbotswidrigem Beparken zu schützen. Zudem könnten in Höhe der nicht mehr genutzten Einfahrt zum Kiebitzhof zwei zusätzliche Parkstände entstehen. Ferner ist zu prüfen, ob zwei der dann fünf Parkstände an dieser Stelle zur Unterstützung der Geschäfte als Ladezone zu beschildern sind.

Konkrete Vorschläge

Nach Ansicht von Tom Jakobi ist die Behörde konstruktiv mit seinen Vorschlägen umgegangen. Der ganz große Wurf ist jedoch nicht gelungen, denn der junge Mann schlug vor, die Parkplätze zwischen Landwehr 15 und 31 wegen der vielen Geschäfte in der Straße ganz oder teilweise in kostenfreie Kurzzeitplätze umzu-
wandeln. Die Behörde dagegen favorisiert weiterhin vielfältige Regelungen, „denn Kombinationen bieten flexible Möglichkeiten, ein Fahrzeug kurz- oder langfristig abzustellen“. Jakobi hat aber beobachtet, dass die aktuelle Regelung nicht akzeptiert wird. Leute würden zwar parken, oftmals aber keinen Parkschein ziehen. Die Behörde sollte prüfen, ob der Parksscheinautomat tatsächlich genutzt wird. Er müsse auf den Prüfstand.

Lehrer ist selbst Anwohner

Der Gymnasiallehrer kann mitreden, wenn es um die Parksituation zwischen Wandsbeker Chaussee und Hasselbrookstraße geht, denn er wohnt seit fünf Jahren an der Landwehr. Der junge Mann, der in Deutschlands Fahrradhauptstadt Münster (Westfalen) studierte, unterrichtet Mathematik und Politik. Wie Demokratie funktioniert, erklärt er seinen Schülern in diesen Monaten auch am Beispiel seiner Eingabe.

Lesen Sie auch: Parksituation rund um den Landwehr überdenken
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