Hamburger Frühlingsdom – hoch hinaus und heiß begehrt

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Blinkende Lichter, fröhliche Musik und der Duft von gebrannten Mandeln - der Frühjahrsdom läuft bis zum 21. April täglich außer Karfreitag Foto: Henning Angerer/wb
 
Berndt Klempe vom Schaustellerverband präsentiert den neuen „Dom-Bären“. „Es gibt nur 7.999 Exemplare Foto: Biehl

Der 81 Meter hohe City-Skyliner ist die Attraktion bis 21. April. Deutlich mehr Bewerber als Standplätze

Hamburg. Er ist 81 Meter hoch, 270 Tonnen schwer und benötigt nicht weniger als 13 Sattelschlepper, um transportiert werden zu können: Der City-Skyliner, nach Angaben seines Betreibers der „ zurzeit höchste mobile Aussichtsturm der Welt“, ist erstmals auf dem Hamburger Dom das im Wortsinn überragende Fahrgeschäft. Sein Betreiber hat den Sprung auf den Dom geschafft - doch selbstverständlich ist das nicht.
Das stationäre Prinzip ist aus vielen Freizeitparks bekannt: An einem zentralen Turm schraubt sich eine 60 Personen fassende, runde Gondel in die Höhe. Bei gutem Wetter bietet sich den Fahrgästen aus dieser „fliegenden Untertasse“ ein toller Ausblick über die Innenstadt. Über Lautsprecher werden dabei die Hamburger Sehenswürdigkeiten erläutert. „Die Anlage wurde erst im vergangenen Sommer fertig gestellt“, sagt Inhaber Thomas Schneider. Mit seiner drei Millionen Euro teuren Attraktion hatte er sich erfolgreich um einen Standplatz auf dem Hamburger Dom beworben – wie mit ihm 265 weitere Schaustellerbetriebe.
Dabei ist es gar nicht so einfach, als Schausteller für den Dom zugelassen zu werden. Es wird stark gesiebt, wie Franziska Hamann, Leiterin des Domreferates bei der Wirtschaftsbehörde, erläutert: „Wir haben im Schnitt zwei- bis dreimal so viel Bewerber wie Plätze.“ Bei den Crêpes-Buden ist der Andrang sogar noch größer: „Für die sieben Standplätze gab es diesmal 35 Bewerbungen“, so Hamann. Das seit 2012 geltende Ausschreibungs- und Bewerbungsverfahren sei sehr zeitaufwändig, dafür aber transparent.
Schausteller müssen eine „Bewerbungsmappe“ mit Konzept und Fotos einreichen. Ein Kriterium sei zum Beispiel die Außengestaltung mit Farbe und Licht: „Düster dekorierte Buden oder welche mit abgeblätterter Farbe wollen wir hier nicht“, sagt Hamann. Das Domreferat vergibt dann Punkte nach einer Bewertungsma-
trix. Pluspunkte bekomme zum Beispiel, wer in der Gestaltung einen Hamburg-Bezug habe. Auch der Budenmix muss austariert sein, thematisch wie flächenbezogen: „Ein großes Fahrgeschäft kostet den Platz von fünf bis sechs Schaustellern“, rechnet Platzmeister Christian Bartels vor.
Wer es auf den Dom geschafft hat, zahlt an die Stadt eine einmalige Standgebühr nach Frontmetern. Eine „Zuckerbude“ mit acht Metern Länge koste um die 360 Euro, eine Achterbahn dagegen bis zu 4.000 Euro, so Bartels: „Bei den Gebühren sind wir mit am günstigsten in Deutschland.“ Dafür müssten die Schausteller erhebliche Transportkosten bewältigen. So kämen bei einer Fünfer-Looping-Bahn gut und gern 50.000 Euro zusammen, sagt Bartels.
Sechs Premieren gibt es auf diesem Frühlingsdom. Außer dem City-Skyliner ist mit dem „Cobra Coaster“ eine Looping-Achterbahn da, in die bereits Kinder
ab 1,30 Meter Körperlänge
einsteigen können und ein Fahrt durch die Kulisse eines alten Dschungel-Tempels erleben. Der „Parkour“ versetzt seine Fahrgäste in frei schwingenden Gondeln durch rasante Bewegungen und Drehungen in
einen Geschwindigkeitsrausch. Das Laufgeschäft „Freddy‘s Company“ ist im Stile eines Schrottplatzes aufgemacht.
Auf zwei Ebenen müssen Hindernisse gemeistert werden - teils im Dunkeln.Zwei Gastronomiebetriebe sind erstmals auf dem Dom zu Gast. Die „Hofbäckerei“ bietet europäische Dessert-Klassiker an. „Windstärke 13“ lädt zu leckeren Grill-Spezialitäten ein.
Erstmals gibt es ein besonderes Maskottchen zu kaufen: den Dom-Bären für zwölf Euro. „Davon wurden nur 7.999 Exemplare hergestellt“, sagt Berndt Klempe vom Schaustellerverband, „da heißt es zugreifen - wenn weg, dann weg!“ (bcb)



Dom-Tickets – jetzt gratis!
Lust auf einen aufregenden Tag auf dem Frühlingsdom? Im Hamburger Wochenblatt werden in Zusammenarbeit mit den Schaustellern drei Gutschein-Pakete im Wert von je 200 Euro. Mit den Gutscheinen haben die Gewinner an einem Tag freien Eintritt bei den entsprechenden Karussells und Buden, viele Verzehr-Angebote werden günstiger. Wer gewinnen will, muss allerdings zuvor etwas tun - die nachfolgende Frage beantworten. Wer den Artikel aufmerksam gelesen hat, dem fällt die Antwort nicht schwer. Nennen Sie bis zum 9. April die Lösung unter
Tel.: 01378 26020564 (0,50 Euro/Anruf aus dem Festnetz, Mobilfunk teurer, WBV-Mitarbeiter dürfen nicht teilnehmen). Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Viel Glück!


Wieviele Exemplare wurden vom Dom-Bären hergestellt?
A: 52
B: 7.999
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