Auftakt zum Claudius-Jahr

Anzeige
Matthias Claudius, Wandsbeks berühmter Sohn, bekommt ein neues Denkmal Foto: wb
 
Die Bäume hinter den Gräbern von Matthias und Rebecca Claudius mussten gefällt werden Foto: Jenssen

200. Todestag des Dichters: Gräber wurden gepflegt, Denkmal wird enthüllt

Von Martin Jenssen
Wandsbek
Das Jahr 2015 ist – wie alle 25 Jahre - ein Claudius-Jahr. Am 21. Januar 1815, vor 200 Jahren, verstarb der Dichter und Journalist im Hause seines Schwiegersohns, dem Verleger Friedrich Christoph Perthes, am Jungfernstieg. Im August wird zudem sein 275. Geburtstag gefeiert. Matthias Claudius wurde am 15. August 1740 in Reinfeld (Holstein) geboren. Die Gedenktage werden Claudius-Anhänger aus aller Welt dazu veranlassen, Wandsbek und Reinfeld einen Besuch abzustatten.

Friedhof aufgeräumt


In Wandsbek tut sich bereits einiges um den „Wandsbeker Boten“ zu feiern. Das wichtigste: Der historische Friedhof an der Christuskirche wurde von Gestrüpp befreit. Die Gräber der bedeutenden Wandsbeker Persönlichkeiten sind wieder sichtbar geworden. Auch die separat liegenden Gräber von Matthias Claudius und seiner Frau Rebecca (1754 -1832) haben zunächst ungewollt frisches Licht bekommen und sind wieder deutlich zu sehen. Die Linden hinter den Gräbern mussten leider gefällt werden. Die Bäume waren krank und höchst einsturzgefährdet. Der gesamte historische Friedhof soll im Laufe des Jahres restauriert werden. Es wird allerdings vermutlich bis zum Herbst dauern, bis der Friedhof wieder ein Wandsbeker Schmuckstück ist. Ein neues Denkmal wird in den nächsten Tagen für den Dichter vom „Abendlied“ („Der Mond ist aufgegangen“)
auf der Grünfläche vor dem historischen Friedhof errichtet. Dafür wird der „Wandsbekstein“, auf dem die historischen Daten von Wandsbek vermerkt sind, an den Rand des Wandsbeker Gehölzes verlegt.

Neues Denkmal


Das Denkmal zeigt ein Himmelssegment in Form einer Viertelkugel mit einem aufgehenden Mond und Sternen am Firmament. Eine Figur, die Claudius nachempfunden sein soll, schaut nach oben und betrachtet den Sternenhimmel.
Eine Verweislinie wird von dem neuen Denkmal zu dem Grab des Dichters führen. Geschaffen wurde das Denkmal von dem bekannten Bildhauer Waldemar Otto (geb. 1929) aus Worpswede.

Vortrag über Claudius und seine Zeit


Von Otto ist auch das Heine-Denkmal auf dem Hamburger Rathausmarkt.
Enthüllt wird das Claudius-Denkmal am 25. Januar nach einem Festgottesdienst zu Ehren des Dichters in der Christuskirche. Zu dem Gottesdienst werden zahlreiche prominente Persönlichkeiten erwartet, natürlich auch der Bildhauer. Eine Fülle von weiteren Veranstaltungen zu Ehren des Dichters werden das ganze Jahr über in Wandsbek angeboten.
Es beginnt am Dienstag, 20. Januar, um 20.00 Uhr im Gemeindehaus der Christuskirche mit einem Vortrag des Rechtsanwalts und Historikers Michael Pommerening. Thema: „Matthias Claudius – der Wandsbecker Bote in seiner Zeit”.
Pommerening führt die Besucher dabei durch die Geschichte Wandsbeks zur Zeit des Wandsbeker Boten. Das Zeitkolorit, die politischen Umstände und Beziehungsgeflechte werden den Zuhörern ebenso näher gebracht und erhellt wie die Lebensgeschichte des großen Dichters.
Auch in Reinfeld wird der Dichter in diesem Jahr groß gefeiert. Über 25 Veranstaltungen sind in der Kleinstadt im Kreis Storman geplant.
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige