Aus Freude an der Musik

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Probe für den großen Jubiläumsauftritt im Wandsbeker Bürgersaal mit Dirigent Leonid Klimascheswki. Fotos: Christa Möller
 
Gerd Steffens ist auch mit 82 Jahren noch aktiver Akkordeonspieler und das älteste Mitglied von „Frohsinn“.

60 Jahre Akkordeonorchester „Frohsinn“

Von Christa Möller
Wandsbek. Gerd Steffens hatte schon als Kind Freude an der Musik. Seit seinem achten Lebensjahr spielt er Akkordeon. „Ich war in vier Vereinen und habe sie alle ‚überlebt’“, sagt der 82-Jährige. Seit fünfzehn Jahren ist er nun beim Wandsbeker Akkordeonorchester „Frohsinn“ aktiv. Jutta Rönsch, von Anfang an dabei und damals mit sechs Jahren die Jüngste im Orchester, erzählt, dass das aus vier Orchestern bestehende „Thalia von 1948“ Vorläufer von „Frohsinn“ war. Nach Unstimmigkeiten zwischen den beiden Dirigenten, Gerd Lotse, der die Kinder und Jugendlichen unterrichtete, und Hans Niemann, machte Gerd Lotse 1952 allein weiter mit „Frohsinn“ als Kinder- und Jugendorchester. Anfangs standen viele Revuen auf dem Programm und beim ersten Frohsinn-Konzert traten etwa vierzig bis fünfzig Aktive auf. „Es waren auch Geigen dabei“, sagt Jutta Rönsch (66).
Marion Fritz ist ebenfalls schon lange im Akkordeonorchester Frohsinn. Geprobt wurde früher im ehemaligen Lokal „Leibold“ an der Gustav-Adolf-Straße Ecke Holstenhofweg, sagt sie.
Klaus Cavier, 72, ist ebenfalls seit der Gründung 1952 im Orchester, er spielt das Schlagzeug. Außerdem sind Percussion und E-Bass zu hören sowie Marimbaphon, das die 1. Vorsitzende Katja Schöning spielt. Sie beherrscht außerdem Xylophon und Glockenspiel. Die zusätzlichen Instrumente ermöglichen eine größere Bandbreite an Stücken. Dirigent Leonid Klimaschewski sorgt für das ideale Zusammenspiel, was ihm besonders gut gelingt, da er selbst Akkordeon spielt.
Im Laufe der Jahre ergab sich eine Freundschaft zu einer Harzer Trachtengruppe. „Im Frühjahr fuhren wir dorthin, im Herbst kamen die Harzer hierher.“ Auch mit einem Oldesloer Shantychor trat die Wandsbeker Gruppe gemeinsam auf. Zum großen Jubiläumskonzert gab’s Verstärkung vom Männergesangverein Harmonia von 1868 aus Großhansdorf. Das Repertoire von „Frohsinn“ ist weit gefächert und umfasst Barockmusik, Operette, Tango, Swing und Pop. Auf dem Jubiläumskonzert waren unter anderem die „Barcarole“ aus „Hoffmanns Erzählungen“ (Schubert) „Happy Music“ (James Last), die Amboß-Polka (Albert Parlow) und „Marina“ (Rocco Granata) zu hören.
Die Anschaffungskosten für ein Akkordeon liegen bei drei- bis viertausend Euro, gebraucht ist es günstiger. „Man muss es pflegen“, betont Jutta Rönsch, „zum Stimmen geben, nicht der Feuchtigkeit aussetzen.“ Anfänger benötigen etwa zwei bis drei Jahre Unterricht, bis sie das Instrument beherrschen. Das Instrument ist mit etwa elf Kilogramm kein Leichtgewicht, und so haben die 20 Aktiven im Alter von 44 bis 82 Jahren ordentlich was zu tragen, wenn sie aus der näheren Umgebung, aber auch aus anderen Stadtteilen und aus Ahrensburg zu den wöchentlichen Proben im Clubheim des SC „Concordia“ am Osterkamp 59 kommen. Jeden Dienstag zwischen 20 und 21.30 Uhr wird hier musiziert, aber auch zuhause müssen die Freizeit-Musiker üben. Ein Frühjahrs- und ein Adventskonzert stehen auf dem alljährlichen Spielplan, dazu kommt in diesem Jahr ein Gastauftritt in Großhansdorf. Über spielfreudige Verstärkung freuen sie sich. Interessierte mit Notenkenntnissen und eigenem Akkordeon können gern bei den Proben vorbeischauen.

Weitere Infos erteilt Katja Schöning unter Tel.: 7104159
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