Die Vielfalt der Mühlen

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Wie unterschiedlich das Thema „Mühlen“ von den Lichtbildfreunden verstanden wird, zeigen diese vier Fotografien. „Molfsee“ (Hans Hessel, oben l.), „Wolkenmühlen“ (Klaus Behrmann, r.), „Wolkenschieber“ (unten l.) und „Salz“ (Kurt Edler) Foto: Grewe
 
Christa Johannsen ist ein echtes Fototalent: Das Foto „Riepenburg“ hat sie durch die Windschutzscheibe bei strömendem Regen auf Pellworm fotografiert Foto: Grewe

Neue Foto-Ausstellung der Lichtbildfreunde im Bezirksamt

Von Elke Grewe
Wandsbek
Sie sind schon ein echtes Fotografen-Power-Paar: Christa und Gerd Johannsen. „Ihr Tisch würde sich biegen mit all den Medaillen, die sie eingeheimst haben, meinen Mitglieder der Gesellschaft Lichtbildfreunde Hamburg-Wandsbek e.V. Der Club für Amateurfotografen, der schon seit über 100 Jahren besteht und dem auch das Ehepaar Johannsen angehört, stellt aktuell 34 Fotografien zum Thema „Mühlen“ im Bezirksamt Wandsbek aus. Darunter auch von Christa Johannsen das beeindruckende Foto „Riepenburg“. Wie das tolle Foto entstand? Dazu Christa Johannsen: „Es war ein regnerischer Tag aus Pellworm. Wir fuhren auf einen Parkplatz vor der Nordermühle. Es prasselte nur so gegen die Windschutzscheibe. Zirka 30 bis 40 Aufnahmen habe ich mit meiner Nikon Coolpix gemacht, bis dieses Werk entstand“, auf das sie genauso stolz ist wie auf ihre „Schlepper im Nebel“. Das Foto wurde 2014 vom Deutschen Verband für Fotografie mit einer Medaille ausgezeichnet. Auch ihr Mann Gerd erhielt eine Medaille für sein Werk „Motocross“.

Thema interpretiert


Die Mitglieder der Gesellschaft der Lichtfreunde Hamburg- Wandsbek sind Fotografen aus Leidenschaft. Sie nehmen regelmäßig an Fotowettbewerben teil. Im vergangenen Jahr lautete eines der Wettbewerbsthemen „Mühlen“. Hierbei sind eine Vielzahl von Aufnahmen entstanden, von denen einige ausgewählte Motive jetzt bis zum 29. April im Bezirksamt Wandsbek, 2. Stock, zu bewundern sind.
Auffällig ist in der Ausstellung gleich auf den ersten Blick, dass das Thema Mühlen höchst vielfältig verstanden und abgelichtet wird: Bei der vorausgegangenen Motivsuche ist den Lichtbildfreunden deutlich geworden, dass die Wind- und Wassermühlen das beliebteste Fotoobjekt sind. Mühlen entdeckten die Fotografinnen und Fotografen aber auch im eigenen Haushalt, Pfeffer- und Kaffeemühlen etwa.

Viel Geduld


Günter Schulz, der schon als Jugendlicher leidenschaftlich fotografiert hat, besuchte bei schlechtem Wetter das Mühlenmuseum Gifhorn mit 16 Mühlen in Originalgröße. „Um das Motiv von der griechischen Mühle in diesem Licht zu bekommen, brauchte ich sehr viel Zeit“, stellte er fest. Die Gruppe trifft sich alle zwei Wochen und nimmt Bildbesprechungen vor. „Wir reden über Bildgestaltung und Bildbearbeitung und tauschen Erfahrungen aus“, sagt Hakon Johannsen, seit zwölf Jahren Vorsitzender der Gesellschaft der Lichtbildfreunde Wandsbek. Gerd Johannsen fotografierte schon in jungen Jahren, damals noch mit der Bilora-Box (Baujahr 1952). Heute geht er mit seiner Frau Christa regelmäßig auf „Fotostreifzug“, mit digitaler Kamera, wie die anderen Clubmitglieder auch. Denn die Technik hat natürlich auch vor den Fotofreunden nicht halt gemacht.
Der Verein blickt „mit Freude, aber auch mit Stolz“ auf sein über 100-jähriges Bestehen und der von vielen Preisen und Ehrungen geprägten Geschichte zurück, wie es der Vorsitzende formuliert. Ziel des Clubs war und ist es, „die Pflege der künstlerischen und wirtschaftlichen Fotografie zu fördern“, so Hakon Johannsen.
Das Wandsbeker Bezirksamt ist fast schon ein „zweites Zuhause“ für den Verein geworden: Seit 1995 stellen die Mitglieder dort aus.

Ausstellung bis zum 29. April, Bezirksamt Wandsbek, Schloßstraße 60. Mo-Mi 8.30-16 Uhr, Do, 8.30-18 Uhr, Fr 8.30-14 Uhr. Weitere Infos: www.fotoclub-hamburg-wandsbek-glw.de
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