Ein Fest der Musik

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Das Felix Mendelssohn Jugendsinfonieorchester und Dirigent Prof. Clemens Malich. Fotos: rdm
 
Die Brüder Albert  (8) Johann  (10 ) Schwank beim One o‘clock rock von Bill Haley.

Wunderbare Konzerte beim Musikfest Wandsbek

Von Reinhard Meyer
Rahlstedt /Wandsbek. Es ist parteiübergreifender politischer Wille, mit dem Musikfest Wandsbek das musikalische Profil des Bezirks Wandsbeks der Öffentlichkeit in einem zusammenhängenden Programm darzustellen - mit Musikern, Bands, Orchestern, mit allen Stilrichtungen, mit Profis und Amateuren, aber auch mit dem musikalischen Nachwuchs in seiner ganzen Breite. Die hamburgweit bekannte Grootmoor Bigband des Gymnasiums Grootmoor, gefördert durch die NDR Bigband, gestaltete den ersten Set des NDR Bigbandkonzerts im Forum Gymnasium Rahlstedt. Ihr Repertoire beruht auf Klassikern der Jazzgeschichte wie „Fly like an Eagle“, „Lullaby of Birdland“ und „Lean on me“. Die jungen Instrumentalisten bewältigten ihre solistischen Partien mit erstaunlicher Selbstsicherheit und Begeisterung.
Es gelang Bandleader Wolfgang Reimers, die Saxophonisten, Trompeten und Percussionisten zu einem höchst akzeptablen Bigband Ensemblesound zusammenzuführen.

Bravourös

Sie entledigten sich der ihnen zugedachten Aufgabe am Konzertabend mit Bravour. Der Künstlerlohn: die Forderung einer Zugabe. Im klaren stilistischen Gegensatz dazu der Auftritt der international anerkannten NDR Bigband mit ihrem Konzertmotto „Kaleidoscopia – Zeitgenössischen Jazz“ in Arrangements von Marko Lackner. Die Anlehnungen an zeitgenössische Musik wurden in den vielen schrägen Dissonanzen hörbar, die von Solisten wie auch von der ganzen Bigband mit einer Virtuosität gespielt wurden, dass das Hören wieder zu einem harmonischen Vergnügen wurde. Bedauerlicherweise beschränkte sich auch dieser Set, trotz Zugabe, auf eine Stunde. Zur Nachwuchsfrage im Felix Mendelssohn Jugendsinfonieorchester: Die Mitglieder sind junge Musiker bis 27 Jahre in der Ausbildung zum Berufsmusiker. Sehr viele von ihnen sind Preisträger bei Bundesdeutschen Wettbewerben. Ihr Auftritt in der Aula der Stadtteilschule Oldenfelde geriet zu einem großen Konzertereignis. Die Feinheit der Abstimmung in den Streichergruppen, die Sauberkeit der Tonbildung in den Bläsergruppen – fast unglaublich. Unter dem kraftvollen Dirigat von Professor Malich wurden beispielsweise die interpretatorischen Möglichkeiten der Haffner–Sinfonie von W. A. Mozart bis zum letzten ausgeschöpft - kaum vorstellbar, dass selbst die Berliner Philharmoniker hier mehr erreichen können.

Vorfreude auf 2014

Die geforderte Zugabe: ein weiteres Solo aus dem Trompetenkonzert von Arutjunjan mit dem hoffnungsvollen Trompeter Josa Bambirra Malich. Im Publikum – bewegte, erwartungsvolle Vorfreude auf das Musikfest 2014. Mit einem bunten Konzert präsentierten sich die Wandsbeker Musikschulen in der Wandsbeker Kreuzkirche- der musikalische Nachwuchs von der Basis her.
Der erste Programmteil gehörte den instrumental unterschiedlich besetzten Duos und Ensembles, so einem Cello-Ensemble und einem Gitarrenensemble. Für diese jungen Musiker ist das Wandsbeker Musikfest eine willkommene Gelegenheit, Auftrittserfahrungen zu gewinnen. Im zweiten Teil traten Jungen als Solisten auf, die durch ihr brillantes Können das Publikum beeindruckten. Bei dem 11-jährigen Geiger Rustam Mammadov und dem 12-jährigen Pianisten Dennis Ahciger ist der Weg in eine Musikhochschule und in eines der großen Orchester bereits vorgezeichnet.
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