„Ein unsoziales Signal“

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Vergangene Woche protestierten Sozialarbeiter, Sozialpädagogen, Kinder und Jugendliche am Jungfernstieg.

Wandsbeker CDU kritisiert geplante Kürzung der Gelder für Jugendhilfe

Von Hubert Bätz
Wandsbek. Die Wandsbeker CDU kritisiert die geplanten Kürzungen bei den Trägern der Offenen Jugendarbeit in Hamburg. Franziska Hoppermann, Jugendhilfesprecherin der CDU-Fraktion in Wandsbek sieht in der Ankündigung des Senats, die Mittel in der Kinder- und Jugendarbeit und Familienhilfe um mindestens 10 Prozent zu kürzen, eine massive Bedrohung auch für Wandsbeker Einrichtungen. Für Wandsbek wären es allein in der offenen Kinder- und Jugendarbeit 500.000 Euro, die zum 1. Januar 2013 eingespart werden müssten – das würde die Schließung von bis zu sechs Einrichtungen bedeuten.

„Wandsbek ist von allen sieben Bezirken am schlechtesten mit Mitteln für die Kinder- und Jugendarbeit ausgestattet.“
Hoppermann: „Da wir in Wandsbek schon vor zehn Jahren ein objektives Steuerungsinstrument entwickelt haben, wissen wir genau, welche Sozialräume unter Berücksichtigung von Sozialkriterien im Bezirk am besten mit Einrichtungen ausgestattet sind. Schließungen würden demnach Jenfeld, Steilshoop und Hohenhorst/Rahlstedt treffen.“ Hoppermann weiter: „Der Senat streicht hiermit präventive Mittel und riskiert damit ein weiteres Ansteigen der gesetzlichen, wesentlich teureren Erziehungshilfemaßnahmen. Der Hinweis auf Kooperationsmöglichkeiten im Rahmen der Ganztagsschuloffensive kann nur als blanker Hohn gelten.“ Nach Ansicht von Hoppermann ist der Bezirk Wandsbek von allen sieben Bezirken am schlechtesten mit Mitteln für die Kinder- und Jugendarbeit ausgestattet. Er erhält 110 Euro für jeden Jugendlichen unter 18 Jahre, der Bezirk Mitte dagegen 230 Euro.
Der CDU-Kreisvorsitzende und Bürgerschaftsabgeordnete Frank Schira sowie sein Stellvertreter und Bürgerschaftskollege Karl-Heinz Warnholz erklärten zu den geplanten Kürzungen: „Der SPD-Senat will seine unsozialen Streichungen in den Stadtteilen mit seiner Basta-Politik durchsetzen. Wir werden mit allen Mitteln versuchen, in Bürgerschaft, Bezirksversammlung und gemeinsam mit den Trägern vor Ort die Schließung von Einrichtungen und die Mittelkürzung zu verhindern. Für die Kinder- und Jugendlichen und die Stadtteile ist diese politische Entscheidung ein absolut unsoziales Signal.“
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