Frischer Wind im Wandsbeker Schloss

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Réka Csorba ist die neue Geschäftsführerin des Kulturschlosses Wandsbek Foto: mdt
Hamburg: Kulturschloss Wandsbek, Königsreihe 4 |

Die neue Kulturschloss-Leiterin Réka Csorba und ihre Pläne zum 7. Geburtstag

Von Martin Jenssen
Wandsbek
Die Kinderschuhe sind ausgetreten. Das „Kulturschloss Wandsbek“ wird im Oktober sieben Jahre alt und damit langsam erwachsen. Dennoch will das Stadtteilkulturzentrum seine jugendliche Frische behalten, vor allem durch Ideen, die Réka Csorba (39), die neue Geschäftsführerin und Programmleiterin der Kultureinrichtung, einbringen möchte. „Dank einer besseren finanziellen Unterstützung durch die Stadt Hamburg war es jetzt möglich, eine Vollzeitstelle einzurichten“, erklärt Rainer Schünemann, Vorsitzender vom gemeinnützigen Verein „Kulturzentrum Wandsbek“, dem Träger des „Kulturschlosses“. Réka Csorba folgt damit Iris Schäfer nach, die eine Aufgabe in der Elbphilharmonie übernommen hat.

Juristin und Kulturmanagerin

Réka Csorba wurde in Potsdam geboren, kam aber schon als Schülerin in den Norden. Die Abiturprüfung legte sie in Lübeck ab. Danach studierte sie Jura. Als Juristin erwarb sie Berufserfahrung in einem internationalen Unternehmen. Doch bald stellte sie fest, dass ihr Musiknoten näher am Herzen lagen als juristische Paragraphen. Deshalb absolvierte sie eine zweite berufliche Ausbildung zur Kultur- und Medienmanagerin. Das Hobby von Réka Csorba ist die Musik. Durch ihr ehrenamtliches Engagement im Hamburger Frauenmusikzentrum bringt sie Praxiserfahrung und Leidenschaft für die Stadtteilkulturarbeit mit. Neben der Übernahme der Geschäftsführungsaufgaben wird sie das Kurs- und Veranstaltungsprogramm des Kulturschlosses gestalten.

Treffpunkt für Junge und Alt

„Ich freue mich, dass ich das Wandsbeker Haus mit einer so großen Vielzahl an Angeboten übernehmen durfte“, sagt Réka Csorba. „Auch in Zukunft möchte ich ein attraktives Programm mit vielfältigen kulturellen Themen anbieten, um die Teilhabe aller Bevölkerungsgruppen an Kultur zu ermöglichen und das Miteinander im Stadtteil weiter zu fördern.“ Es soll ein Programm für alte und junge Menschen geben. Csorba: „Es wäre schön, wenn wir es schaffen, dass die Generationen enger zusammenrücken.“ Dafür möchte sie auch in Zukunft ein buntes Programm mit Konzerten, Podiumsdiskussionen, Lesungen, Kunstausstellungen, Flohmärkten und Theateraufführungen anbieten.

Highlight „Konzert für Toleranz“

Zu den Höhepunkten dieses Jahres, die vorbereitet werden müssen, gehört unter anderem das „Konzert für Toleranz“. Über zehn Musikgruppen werden am
26. August bei diesem Konzert zu hören sein. Groß gefeiert wird auch der „Geburtstag“ des „Kulturschlosses“ im Oktober. Mit Stolz können die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter des Kulturschlosses, das am 22. Oktober 2010 eröffnet wurde, auf das bisher Erreichte zurückblicken. Vor allem lobenswert ist das Flüchtlingshilfe-Programm „Welcome to Wandsbek“, das mit dem Preis der Hamburgischen Bürgerstiftung ausgezeichnet wurde.

„Stammtisch der Kulturen“

Organisiert werden unter anderem gemeinsame Theater- und Konzertbesuche und Kochveranstaltungen. Beliebt bei Flüchtlingen und Wandsbekern ist auch der „Stammtisch der Kulturen“, der eine gute Gelegenheit bietet, andere Menschen näher kennenzulernen. Die Besucher kommen dabei miteinander ins Gespräch. Der „Stammtisch der Kulturen“ findet jeden zweiten Freitag im Monat statt. Wie bekannt und beliebt das „Kulturschloss Wandsbek“ inzwischen ist, zeigte sich bei einem Aufruf nach ehrenamtlichen Mitarbeitern, der kürzlich im Wochenblatt erschien. Es meldeten sich über 80 Wandsbeker, die unentgeltliche Kulturarbeit leisten möchten.

Weitere Infos: Kulturschloss Wandsbek
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