Jenfelder Autor hofft auf Preise

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Personen (v.l.): Johannes Klaußner (Rolle Ponyhof), Nils Mohl (Roman- und Drehbuchautor ), Johanna Polley (Rolle Edda), Florian Mag (Kamera), Emilia Schüle (Rolle Jackie), Leonard Scheicher (Rolle Mauser), lker Çatak (Regisseur), Yaw-Boah Amponsem (Rolle Cowboy), Emilio Sanmarino (Rolle Cowboy), Michael Eckelt (Produzent, Riva Filmproduktion), Lucia Keuter (Redakteurin WDR), Jörn Himstedt (Redakteur HR), Malika Rabahallah (Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein) Foto: A. Schlieter
 
Schriftsteller und Drehbuchautor Nils Mohl (45) vor der blauen Brücke am Jenfelder Einkaufszentrum. Auch der Fußgängerübergang war Filmkulisse Foto: Je

Nils Mohls verfilmtes Jugendbuch „Es war einmal Indianerland“ wird bei Festspielen in Cannes und Venedig gezeigt

Von Martin Jenssen
Jenfeld/Mümmelmannsberg
Es liegt ein Hauch von Hollywood über Jenfeld und Mümmelmannsberg. Die Stadtteile „Hollyjenfeld und Mümmelmannswood“ waren wichtige Drehorte für den Film „Es war einmal Indianerland“. Vorlage für den Film war das gleichnamige Buch des bekannten Jenfelder Jugendbuchautors Nils Mohl, der damit auch den „Deutschen Jugendbuchliteraturpreis“ gewann (das Wochenblatt berichtete). Zusammen mit dem Schriftsteller Max Reinhold ist Mohl auch für das Drehbuch für diesen Film verantwortlich.

„Ich habe ein gutes Gefühl“

Regisseur des Films ist Ilker Catak, der im Jahr 2014 mit dem Studenten-Oscar ausgezeichnet wurde. Zur Zeit bekommt der Film „Es war einmal Indianerland“ im Tonstudio seinen letzten Schliff. In wenigen Tagen werden die Arbeiten an dem Film, der mit hohem Aufwand gedreht wurde, beendet. In den Hamburger Kinos wird der Film vermutlich erst im Herbst zu sehen sein. Zunächst soll das Werk auf verschiedenen Filmfestivals gezeigt werden – und möglichst ein paar Preise abräumen. Auftritte bei den Filmfestspielen in Cannes und Venedig sind geplant. „Ich habe ein gutes Gefühl und denke, es ist ein toller Film geworden“, sagt Nils Mohl. Die Stimmung bei den Dreharbeiten war großartig. Für den Regisseur und die Schauspieler war der Film eine Herzensangelegenheit. Alle waren mit großem Engagement dabei. In den Hauptrollen zu sehen: Leonard Scheicher, Emilia Schüle, Johannes Klaußner, Clemens Schick und Johanna Polley.

Die Suche eines 17-Jährigen

Wichtigster Schauplatz der Handlung ist Jenfeld. Der Inhalt in Kurzform: Während eines schwülen Hamburger Sommers durchlebt der 17-jährige Mauser (Leonard Scheicher), der in seiner Freizeit für den Boxsport trainiert, die Phase zwischen Kindheit und Erwachsenwerden. In einem öffentlichen Schwimmbad lernt er die rothaarige Jackie (Emilia Schüle) kennen. Doch die Liebe zu dem hübschen Mädchen aus reicher Familie ist für Mauser, der in einer tristen Hochhaussiedlung aufgewachsen ist, ein Ausflug in eine unbekannte Welt. Gleichzeitig erhält er Liebesbriefe von einer Unbekannten. Dahinter steckt Edda (Johanna Polley). Sie arbeitet als Verkäuferin in einer Videothek, in der Mauser häufig Filme ausleiht. Nachdem sein Vater (Clemens Schick) ein schweres Verbrechen begangen hat und vor der Polizei fliehen muss, ist Mauser plötzlich gänzlich auf sich allein gestellt. Zudem hat er ständig das Gefühl, von einem Indianer verfolgt zu werden.

Zwei Jahre Planung

Das Budget für den Film beträgt 1,5 Millionen Euro. „Das klingt nach einer Menge Geld“, sagt Nils Mohl. „Ist aber bei dem Aufwand, der für so einen Film nötig ist, schnell verbraucht.“ Für die Dreharbeiten musste das Filmteam unter anderem zu einem Musikfestival nach Polen reisen. Auch wenn die Dreharbeiten im vergangenen Sommer nach sechs Wochen abgeschlossen waren, dauerte die gesamte Planung für den Film gut zwei Jahre. Nun hoffen alle, die dabei mitwirken durften, auf schöne Erfolge bei den Filmfestspielen im Frühling und Sommer.

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