Malerei aus der Ukraine

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Andriy Cherniavskyi (Ukrainischer Konsul, v.l.), Gilda Geffken (Vorstand Bürgerverein Wellingsbüttel), Lana Svit, Vira Vaysberg (Künstlerinnen) und Gerd Hardenberg (MIT) eröffneten die Ausstellung „Malerei aus der Ukraine“ Foto: wb

Das Torhaus Wellingsbüttel zeigt Gemälde von drei Künstlern aus Osteuropa

Von Cetin Yamann
Wellingsbüttel
Mit Olexandr Lirner, Lana Svit und Vira Vaysberg stellen derzeit drei Künstler aus der Ukraine ihre Werke im Kulturkreis Torhaus Wellingsbüttel aus. Auf der Vernissage betonte Gilda Geffken vom Vorstand des Bürgervereins Wellingsbüttel, dass sie sich darüber freue, in diesen schweren Zeiten für das osteuropäische Land etwas Frohes über die Ukraine zeigen zu können.

Verschiedene Stilrichtungen


Die Ausstellung entstand in Kooperation mit dem Generalkonsulat der Ukraine in Hamburg. Konsul Andriy Cherniavskyi ging ebenfalls auf die problematische Situation in seiner Heimat ein: „Gerade jetzt ist es sehr wichtig, dass die Welt auch unsere Kunst sieht. Wir danken Deutschland für die Solidarität in der schwierigsten Zeit der jüngeren ukrainischen Geschichte“. Am Zustandekommen der Ausstellung hatte ebenso Gerd Hardenberg, Leiter des Kulturforums der Mittelstands- und Wirtschafsvereinigung (MIT) Anteil. Er erläuterte die Kunstwerke der drei Künstler, die drei verschiedene Stilrichtungen abdecken. Der be-kannteste von ihnen ist Olexandr Lirner, der als einziger nicht auf der Vernissage dabei sein konnte. Der 72-jährige studierte Malerei, Zeichnung und Skulptur und stellt seine Werke schon seit über drei Jahrzehnten weltweit aus. Die Bilder des Künstlers aus Kiew weisen noch deutliche Spuren des Konstruktivismus und der frühen Avantgarde auf, die er jedoch mit moderneren Stilelementen geschickt verbindet.

Farbenfrohe Abstraktion


Lana Svit lebt seit 20 Jahren in Hamburg und komponiert am liebsten Stillleben mit Ölfarben. Sie studierte zuerst Mathematik und absolvierte hinterher das Studium „Kreative Malerei“ an der Hamburger Akademie für Fernstudien. Von ihr sind einige farbenfrohe Gemälde auf der Ausstellung zu bewundern.
Die dritte im Bunde lebt ebenfalls in Hamburg. Vira Vaysberg besuchte die Nationale Kunstschule in Kiew und studierte Malerei in Moskau. Seit Ende der 1980er Jahre waren ihre Werke auf einigen Einzelausstellungen in ihrer Heimat und Deutschland zu sehen. Ihre figurativen Darstellungen sind mit einem groben Pinsel aufgetragen und erinnern in ihrer kräftige Farbigkeit und den teils abstrakten Elementen an die Neuen Wilden in Deutschland Anfang der 1980er Jahre.

Die Ausstellung „Malerei aus der Ukraine“ im Torhaus Wellingsbüttel geht noch bis zum 22. März (Wellingsbüttler Weg 75 b). Sonnabends von 14 bis 17 Uhr und sonntags von 11 bis 17 Uhr
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