Mord in Marienthal

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Schauspieler und Krimiautor Hans Garbaden genießt die Ruhe im Garten seines Reihenhauses in Farmsen gern mit einer Pfeife Foto: Gehm
 
Das Mausoleum ist ein Schauplatz im neuen Krimi Foto: Gehm

Hans Garbadens neuer Krimi spielt an Wandsbeker Schauplätzen

Von Dagmar Gehm
Wandsbek
Krimiautor Hans Garbaden hat seinen neuen Coup in Marienthal angesiedelt. „Es geschah im Wandsbeker Gehölz“ lautet der Titel des spannenden Kriminalromans, der in der „besseren Gesellschaft“ rund um einen Tennisverein spielt. Leichen am laufenden Band! Verwicklungen und Verschwörungen nicht zu knapp. Ausgerechnet in der scheinbar so heilen Welt von Marienthal siedelt der Schriftsteller eine dunkle Parallelwelt an, in der unglaubliche Dinge passieren.
Dabei beginnt alles ganz harmlos mit einer Wattwanderung in der Nordsee. Doch die Mitglieder eines Wandsbeker Tennisvereins werden von der Flut überrascht, die Tour entwickelt sich zur Tortur, und einer der Männer bleibt verschollen. Dafür häufen sich die Morde. Und Raubkunst aus der NS-Zeit ist auch ein Thema.
Was hat den Protagonisten genau umgetrieben? Hans Garbaden klärt auf: „Er konnte nicht anders“, lautet die Antwort. „Es entsprach seinem Charakter. Und der wiederum dem Charakter eines Freundes. Überhaupt seien seine Figuren von Personen aus dem wahren Leben entliehen, aus Wandsbek die meisten, auch was die Namen betrifft, die er nur leicht verändert hat. Jeder seiner Tennisfreunde hätte sich wiedererkannt, so Garbaden. Obwohl sich nicht alle in ihnen wiederfinden. Schließlich lassen im Augenblick der Gefahr Menschen ihre Maske fallen. Doch auch sich selber hat er nicht geschont, denn wenn man den Namen Garbaden rückwärts liest, kommt Nedabrag heraus. Jan Nedabrag, einer der Verdächtigen.

Erfahrung mit Krimis


Polizeiarbeit ist dem Schauspieler durch 20 Jahre Dreharbeiten für Krimis nicht fremd. In über 700 Fernsehproduktionen hat er als Episoden- und Nebendarsteller mitgewirkt, darunter „Aufgepasst, Gefahr!“, „Dennis & Jesko“, DAS!“ und Extra 3. Häufig trug er dabei eine Uniform – gern als Kapitän, aber auch als Rettungsflieger oder Polizist. Handfeste Kerle eben. Und Plattdeutsch schnacken kann er auch. Inzwischen schreibt der gebürtige Bremer hauptsächlich Bücher. Bei der Handlung kann er meist aus eigener, reicher Erfahrung schöpfen, da er nicht nur auf eine lange Reihe von Rollen zurückblicken kann, sondern auch auf eine ganze Palette von Berufen. Ursprünglich hatte er eine Ausbildung zum Schriftsetzer gemacht, gefolgt von erster Schauspiel-Erfahrung auf der Nachwuchsbühne des Niederdeutschen Theaters. Nach einem Intermezzo als Schiffsjunge auf einem Frachter ging er auf die Meisterschule für Graphik, Druck und Werbung in Berlin. 17 Jahre lang war er dann in der Marketing-Abteilung einer großen Bremer Brauerei tätig, später in namhaften Werbeagenturen in Hamburg.
Seit 1985 lebt Garbaden in Hamburg, seine erste Adresse war die Marienanlage. Zweimal ist er seitdem umgezogen und wohnt jetzt in Farmsen. Tennis spielt der „notorische Frühaufsteher“ noch immer. „Ein Tennisfreund hatte davon berichtet, dass er als Jugendlicher auf einer Sandbank von der Flut überrascht wurde. Darauf basiert mein Krimi ,Es geschah im Wandsbeker Gehölz‘.“ Auch die Schauplätze sind echt – das Gehölz, natürlich, durch das Garbaden des Öfteren radelt, der damalige Tennisverein und das Schimmelmann-Mausoleum, bei dem auch der große Dichter Matthias Claudius begraben ist. Sein Vorbild? Wohl eher nicht. Ein Krimi ist eben nur bedingt poetisch.

"Es geschah im Wandsbeker Gehölz" ist als Taschenbuch (6,90 Euro) und E-Book (5,90 Euro) im Buchhandel erhältlich. ISBN 978-3-7392-6201-1. Weitere Infos: www.hansgarbaden.de
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