Musical ANASTASIA in Bremen erfolgreich aufgeführt

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Hauptdarstellerin Sara Dähn singt "Die Sünden des Lebens" aus aus dem Musical "ANASTASIA - Die rätselhafte Geschichte der letzten Zarentochter" (Foto: (Foto: J. Gaviria/VoiceOverPiano.com))
 
Foto: VoiceOverPiano.com - Sara Dähn - Hauptdarstellerin "Anastasia"
 
Szene aus dem Musical "ANASTASIA - Die rätselhafte Geschichte der letzten Zarentochter" (Foto: (Foto: J. Gaviria/VoiceOverPiano.com))
Bremen: Musical Theater Bremen |

Die Geschichte der Zarentochter ANASTASIA auf der Suche nach ihrer Identität begeistert Musical-Publikum

Bremen/Hamburg – Sara Dähn ist längst bekannt als Frontsängerin der Hamburger Band "Voice Over Piano" und tritt weltweit auf.
Sie war in Afghanistan und Mali für die deutschen Soldaten, für die Deutsche Bahn in der Coface Arena/Mainz, gestaltete das Sommerfest im Kanzleramt 2016, macht Auftritte in der Elbchaussee oder setzt sich für PTBS-Kranke beim Solidaritätslauf in Hamburg ein.

Allerdings ist die Wahlhamburgerin nebst ihrer Tätigkeit als Rock- und Popsängerin auch eine hervorragende Musicaldarstellerin, die bereits manche Hauptrolle innehatte.

Nun spielte sie unlängst im Musical "ANASTASIA - Die rätselhafte Geschichte der letzten Zarentochter" die Hauptrolle der Zarentochter, um die sich so viele Geschichten ranken und deren Tod immer noch Mythos ist - obwohl vor einigen Jahren DNS-Tests ihren Tod angeblich beweisen sollen.

Die Menschen wollen doch, dass Anastasia noch lebt. Also geben wir ihnen, was sie wollen. (Oleg Rasputin)

Einfach hat es die Zarentochter nicht, denn eine Nebenbuhlerin, Franziska Anna Schanskowska, die lange Jahre auch die Gerichte in Deutschland und den USA mit ihrer Behauptung, ebenfalls die Zarentochter zu sein, in Atem hielt, macht ihr zusammen mit den Erben von Grigori Rasputin das Leben schwer. Oleg und Nadja Rasputin versuchen das Erbe der Romanovs dadurch zu ergaunern, indem sie der verzweifelten Mutter des ermordeten Zaren eine von ihnen ausgebildete und unterrichtete "falsche" Anastasia präsentieren. Diese wurde von ihnen in Berlin entdeckt, die Ähnlichkeit ist frappant und durch ein wenig Hypnose und viel Unterricht anhand der Aufzeichnungen ihres Onkels Grigori, der am Hofe seinerzeit Heiler und Berater war, gelingt es ihnen, eine täuschend echte Kopie der wahren Anastasia zu erschaffen.
Die richtige Anastasia jedoch hatte im Zuge ihrer Verletzungen bei der Erschiessung ihrer Familie selbst das Gedächtnis verloren und wuchs im Kinderheim auf.
Erst als sie der ehemalige Page Niklas, der ihr Spielgefährte als Kind im Palast war, auf dem Markt erkennt und ihr von der Suche ihrer in Kopenhagen residierenden Großmutter nach ihr erzählt, beginnt sich Anastasia nach und nach auf der Reise nach Dänemark an ihr früheres Leben zu erinnern.
Doch als sie bei der Großmutter ankommt, sind die Rasputins mit Franziska ebenfalls da und in einer gemeinsamen Befragung, quasi einem Herkunftstest beider jungen Damen, kann Franziska alle Fragen genauso gut beantworten, wie die sich erinnernde richtige Anastasia.
Nur durch einen Zufall erkennt die Großmutter, wär tatsächlich ihre Enkelin ist.

Das Ende des höchst tragischen, spannenden und vielfach auch lustigen Musicals ist eine wunderbare Wendung: Anastasia kehrt anonym nach Russland zurück, um ihren Freuden zu helfen und dadurch ihrem Vaterland beim Neuanfang nach der Revolution zu dienen. Sie sieht ihren Platz dort, wo sie aufwuchs, und nicht im reichen Palast in Dänemark. Um sie nicht zu gefährden, wird sie durch die Großmutter offiziell nicht anerkannt und sogar für tot erklärt, denn die Bolschewiken haben seinerzeit jeden potentiellen Erben und viele Adelige ermordet.
Franziska Anna Schanskowska allerdings beteuert, dass die Erklärung der Großmutter ein Trick von Lenin sei und sie weiter für ihre Anerkennung kämpfen würde - was sie geschichtlich gesehen dann auch tat.

Durch diese Wendung hat das Musical sogar pädagogischen Wert, weil viele geschichtliche Aspekte korrekt sind.

Sara Dähn überzeugt in Gesang und Schauspiel

Sara Dähn glänzt einmal mehr und verkörpert emotional fantastisch die Hauptrolle der Anastasia in intensiver Darstellung ihres Schauspiels. Gesanglich schafft sie es durch wunderbarem Gesang gepaart mit hervorragender Interpretation das Publikum zu fesseln.
Das kommt ihr auch Kevin Thiel als Page Niklas zupass, der ebenfalls gesanglich auf höchstem Niveau seine Partien darbot.
Insgesamt war der Gesang der beiden im Duett, aber auch das Spiel miteinander perfekt.
Ebenso lohnt es sich Johanna Wypich (Franzsiska), Oliver Fischer und Emily Marie Seidel (Oleg und Nadja Rasputin) und Bianca Todte (das Heimkind Sascha, das mit Anastasia und Niklas mit nach Dänemark reist und für schöne und lustige Momente sorgt) für ihre guten Leistungen in Gesang und Schauspiel zu erwähnen.

Solide war auch die Darbietung der Großmutter Zarin, gespielt von Nina Arena, die außerdem die Regie führte und als Co-Autorin mit Sara Dähn und Thomas Blaeschke das Libretto schrieb.

Letztlich bleibt noch genau dieser Thomas Blaeschke zu erwähnen: er ist auch der Komponist des Musicals und hat es wieder einmal geschafft, wunderbare Ohrwürmer, mitreißende Rhythmen, aber auch faszinierende Wendungen zu schaffen, die den Zuschauer je nach Szene fesseln, mitreißen, träumen, lachen oder aber auch weinen lassen.
Als musikalischer Leiter formte er mit dem Ensemble einen Klang, der seinesgleichen sucht in Ausdruck, Präzision und (Sprach)-Verständlichkeit.
Da wundert es nicht, dass er immer wieder Preise für seine Songs und Arrangements gewinnt - zuletzt in Nashville, USA, aber auch z. B. in Wien.

Wer ein opulent ausgestattetes Bühnenstück in Bezug auf die Kulissen erwartete, musste allerdings mit einer eher kleinen Ausstattung bei durchaus detailgetreuen Kostümen zufrieden sein. Bei dieser Produktion war das aber nebensächlich, weil Musik und Ensemble einfach überzeugten und sie dadurch mit den großen Musical-Produktionen mithalten kann.

Das sahen auch die Zuschauer im Bremer Musical Theater (1.450 Plätze; Kartenpreise bis € 96,--) so und es gab verdient lang-anhaltende Standing Ovations und Bravo-Rufe.

Fazit nach den Aufführungen in Bremen: Falls dieses Stück mit der Musik von Thomas Blaeschke wieder einmal irgendwo gespielt werden sollte: unbedingt hin!

Sara Dähn und Thomas Blaeschke jedoch wird man in Hamburg immer wieder bei Auftritten und Konzerten mit "Voice Over Piano" sehen können - und wenn nicht hier, dann anderswo in Deutschland und in der Welt.


Infos:
- zum Musical und zu einer avisierten CD gibt es unter www.Anastasia-Musical.de oder bei Facebook unter "Anastasia Musical"
- zu Voice Over Piano unter www.VoiceOverPiano.com oder bei Facebook unter "Voice Over Piano"
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