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Jürgen Klimke von der CDU (2.v.li.) machte sich ein Bild vor Ort. Mit dabei: Hans-Otto Schurwanz (li.) und Brigitte Friedrich vom Bürgerverein sowie Einrichtungsleiter Thomas Rachel. Foto: kg

Jürgen Klimke spricht mit Bürgerverein über Asylunterkünfte

Von Karen Grell
Farmsen. Auf dem Gelände des Seniorenheims „Pflegen und Wohnen“ in der August-Krogmann-Straße sollen drei Gebäude unweit der Seniorenunterkunft und der danebenliegenden Kita für Asylbewerberunterkünfte genutzt werden. „Grundsätzlich sei es immer ein positives Vorhaben, wenn Menschen, die Asyl in Hamburg beantragen, auch angemessen untergebracht werden, doch hier sei die Kapazität für 318 Menschen, die auf dem Gelände leben sollen, absolut überschritten“, betont Thomas Rachel, der Leiter der Einrichtung. Nachdem der Bürgerverein Farmsen-Berne auch seine Bedenken geäußert hatte und mit der Unterbringung eine Überforderung für die Häuser und das direkte Umfeld voraussah, hat sich jetzt Jürgen Klimke (CDU) vor Ort ein eigenes Bild gemacht.
Der Politiker bestätigte sowohl die Problematik der fehlenden Kapazitäten für die bestehenden Häuser, als auch die Befürchtungen des Bürgervereinsvorsitzenden Hans-Otto Schurwanz die Unterbringung unterschiedlicher Nationalitäten auf einem relativ kleinen Gelände zusammen mit Kita und Seniorenheim, passe einfach nicht zusammen.

Vorhandene Unterkünfte aufstocken

Sein Vorschlag: Die Aufstockung des bereits vorhandenen Asylbewerberunterkünfte beispielswiese in Poppenbüttel und Langenhorn und die Verwendung von nur einem der drei geplanten Häuser auf dem Gelände von „Pflegen und Wohnen“.
Die Sozialbehörde braucht
1000 zusätzliche Plätze für die Unterbringung von Asylbewerbern. Der Bürgerverein befürwortet die Maßnahme, ausländische Bürger bei ihrem Recht auf Asyl zu unterstützen, allerdings müsse dabei auch Rücksicht „auf die Belange der Menschen, die in dem Stadtteil zuhause sind genommen werden“. Auf dem Gesamtgelände befinden sich das Seniorenheim „Pflegen und Wohnen“ mit 220 Bewohnern sowie die Kindertagesstätte mit 140 Plätzen, die unter dem Motto „Alt und Jung gemeinsam“ mit dem Seniorenheim kooperiert. Schurwanz: „Wir sind nicht generell gegen das geplante Vorhaben.“ Massenunterkünfte seien aber die denkbar schlechteste Lösung. „Irgendwie passt bei diesem Plan alles nicht zusammen“, so das Resultat der Begehung.
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