Überall die Finger im Spiel

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Puppenspielerin Uta Gumm entdeckte ihre Leidenschaft schon als Kind und steht nun mit ihren Helden selbst auf der Bühne, Ende Oktober im Fundus TheaterFoto: Fundus Theater:

Uta Gumm haucht den Figuren Leben ein

Von Karen Grell
Hamburg. Im Fundus Theater tanzen mal wieder die Puppen und zwar in dem Stück „Honik & der einsame König“, das nun Premiere feiert. Uta Gumm präsentiert die Geschichte mit ihrem mobilen Puppentheater. Aber wie wird man eigentlich Puppenspielerin? Der Weg von Uta Gumm ist sicherlich ein besonderer. Keiner in ihrer Familie hatte je ein Puppentheater und war auch weder Schauspieler noch Buchautor, dennoch begann ihre Leidenschaft bereits als Kind. „Schon in der Schule hab ich mal Puppen selber gebaut und eine kleine Inszenierung organisiert“, erinnert die heute professionelle Darstellerin des Figurentheaters die Anfänge ihrer Bühnenkarriere. Studiert hat die gebürtige Berlinerin dann allerdings zunächst Psychologie und Kunstgeschichte, bevor sie sich nebenbei auch der bildenden Kunst widmete. Vor fast zehn Jahren begann Uta Gumm mit dem Puppentheater, zunächst in einer Gruppe, seit zwei Jahren ist sie mit der eigenen mobilen Bühne unterwegs. Längst lässt sie die Könige und Prinzessinnen von einem Puppenbauer herstellen und wird auch von einer Regisseurin begleitet, die alle Auftritte mit ihr zusammen entwickelt.
Auf der Bühne steht Uta Gumm dann aber allein und spielt jede der Figuren selber. „Die Puppenspieler sind heute auf der Bühne zu sehen“, beschreibt sie die moderne Form der Figurentheaters, das sich von dem klassischen Kaspertheater hinter zwei Gardinen längst weiterentwickelt hat. Wenn die Künstlerin mit den Kindern in Kontakt tritt, dann ist das ihre Welt, dann will sie aktuelle Geschichten erzählen von Freundschaft oder Einsamkeit, so wie in der neuen Inszenierung, in der ein kleiner Junge einem einsamen König hilft, seine Ängste zu vergessen. Unmodern ist das Puppentheater somit auf gar keinem Fall geworden. Ganz im Gegenteil. Viele Familien entdecken wieder die Lust, Neues zu entdecken. Und wer sich erst einmal aufgemacht hat und die Geschichten erleben konnte, der wird verstehen, warum Uta Gumm sich selber so in das Puppenspielen verlieben konnte.

Fundus Theater, „Honik und der einsame König“, Premiere 27. Oktober, 16 Uhr, 29. und 30. Oktober, jeweils 10 Uhr, Karten: Tel.: 250 72 70, Hasselbrookstraße 25,
fundus-theater, weitere Infos und Termine figurentheater-utagumm
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