Unterstützung gesucht

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Ganze Kerle auf der Bühne des „Theater 47“ Foto: Theater 47
 
Renate Meier, Kerstin Fürst und Jutta Pachnicke (v.li.) lieben „ihr“ Theater 47. Foto: Christa Möller

Die Laienbühne „Theater 47“ braucht Nachwuchs für sein Ensemble

Von Christa Möller
Barsbüttel/Jenfeld
Kerstin Fürst, 48, aus Bramfeld, Renate Meier, 63, aus Jenfeld und Jutta Pachnicke, 59, aus Aumühle haben ein gemeinsames Hobby, das die drei Damen bereits seit Jahren verbindet: Sie engagieren sich in einem bald siebzig Jahre alten Verein, der seit geraumer Zeit „Theater 47 – Volksspielbühne Jenfeld von 1947 e.V. / Barsbüttel“ heißt. 63 Mitglieder aus ganz Hamburg hat das Theater, zwei Drittel sind auf oder hinter der Bühne aktiv – und es könnten noch mehr sein. Nachwuchs wird dringend gesucht, immerhin spielt das „Theater 47“ drei Hauptstücke sowie ein Weihnachtsmärchen mit jeweils bis zu zehn Aufführungen pro Jahr, und nicht jeder der Schauspieler möchte bei jedem Stück dabei sein. „Wir möchten gern weiterhin vier Stücke im Jahr spielen“, betont Kerstin Fürst. In diesem Jahr gibt es allerdings nur zwei Stücke neben dem Weihnachtsmärchen. Wurde früher auch in anderen Stadtteilen gespielt, konzentriert sich die Bühne nun allerdings auf Barsbüttel und Jenfeld. Unterstützung fehlt in jedem Bereich, wie Renate Meier sagt: „Der jüngste Bühnenbauer ist 60, der älteste 85 Jahre alt.“ Jutta Pachnicke weiß: „Für jeden ist etwas dabei – auf der Bühne, hinter der Bühne, Karten abreißen.“ Jeder könne sich nach seiner Stärke und Fähigkeit einbringen. Der 22-jährige Manuel Greskamp aus Farmsen ist Lehramtsstudent und als Jüngster in der Truppe mit genauso viel Begeisterung im Einsatz wie Heinz Buschmann aus Marienthal, mit stolzen 86 Jahren der älteste Aktive, der noch immer den Kartenverkauf übernimmt.
Gerade präsentierte die Bühne vor begeistertem Publikum und zumeist ausverkauftem Haus die bunte Revue „Ganze Kerle“ im Jenfeld-Haus an der Charlottenburger Straße 1 in Jenfeld sowie in der Erich-Kästner Gesamtschule am Soltausredder 28 in Barsbüttel. Für den Herbst ist die niederdeutsche Komödie „Dicke Luft in Rönnekamp“ geplant, die im September Premiere in Jenfeld haben wird. Familiär geht es zu beim „Theater 47“, welches quasi eine Art Mehrgenerationenprojekt ist und das dem einzelnen vielfache Einsatzmöglichkeiten bietet, zu. Ruheständlerin Renate Meier, 2. Vorsitzende und zuständig für die Pressearbeit, ist seit 45 Jahren Mitglied.Ihre Großeltern Hilde und Otto Sommer hatten die Bühne mitgegründet.
Die Vorsitzende Jutta Pachnicke spielt schon seit 1979 Jahren Theater, bei dieser Bühne ist die kaufmännische Angestellte aber „erst“ seit 13 Jahren aktiv. Als 2. Vizepräsidentin setzt sie sich darüber hinaus im Verband Hamburger Amateurtheater ein. Im vergangenen Dezember hatte das Theater eine Premiere der besonderen Art: „Wir haben angefangen, zusätzlich eine kleine Studiobühne aufzubauen“, sagt Kerstin Fürst. Die Premiere war erfolgreich. Ostern folgte die zweite gut besuchte Auflage. Am Bekkamp 50a hat der von der Socke bis zum Abendkleid allein gut 10.000 Garderobenteile umfassende Fundus der Bühne seinen Platz, ebenso wie der Aufenthalts-, Proben-, Seminar- und Sitzungsraum, der für bis zu 50 Zuschauer in dem familiären Ambiente Raum bietet.
Der Zusammenhalt im Verein wird gestärkt durch zusätzliche Treffen, gelegentliche Ausflüge und das jährliche Grillfest im Juni. Der Verein sucht jederzeit interessierte Mitstreiter.

Weitere Infos gibt es unter www.vb-jenfeld.de
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