Wir helfen Kindern

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Jonas Popp ist Psychologe mit einer vollen Stelle bei Aladin und nutzt bei seiner Therapie manches Mal auch die Sprechpuppe, um mit Kindern leichter ins Gespräch zu kommen. Foto: Grell
 
Peter Heinzel und Barbara Frahm teilen sich die Leitung des Vereins. Foto: kg

Aladin e.V. bietet seit 15 Jahren ambulante Therapien an

Von Karen Grell

Wandsbek. Der Verein „Aladin“ bietet seit 1997 ambulante Hilfen und Therapien an und hat in den letzten 15 Jahren vielen Familien in Erziehungsfragen und Krisensituationen zur Seite gestanden.


Was damals in der Amtsstraße in Rahlstedt mit einem dreiköpfigen Team und der Gründung eines freien und gemeinnützigen Jugendhilfeträgers begann, führte schnell zu einer guten Zusammenarbeit mit den Familien, dem Jugendamt und anderen sozialen Einrichtungen vor Ort und schließlich der Eröffnung einer weiteren Beratungsstelle am Wandsbeker Markt.
Wer aber nun kommt überhaupt zu Aladin und welche Leistungen kann er dort erwarten? Die Mitarbeiter des Vereins unterstützen Familien mit kleinsten Fragen bis hin zu großen Problemlösungen.

Das kann eine Erziehungsberatung sein, eine Therapie oder die Inanspruchnahme einer Familienhilfe, die regelmäßig zur Bewältigung des Alltags zu den Familien nach Hause kommt und vor Ort berät. Die Belastungen in den Familien sind dabei ganz unterschiedliche. Es kann sich um eine Trennungssituation handeln, um psychische Erkrankungen der Eltern, erhebliche Erziehungsschwierigkeiten oder Gewalt in den Familien. Der Verein Aladin arbeitet dabei eng mit dem Jugendamt zusammen und sucht zusammen mit den Eltern nach Lösungskonzepten.
„Leider ist immer noch nicht genug bekannt, welche Unterstützungen es durch das Kinder- und Jugendhilfegesetz für Familien gibt“, bedauert Barbara Frahm, die zu den Vereinsgründern gehört. Das Ziel einer jeden Hilfe sei es stets, die Kinder in den Familien belassen zu können und eine Fremdplatzierung zu vermeiden, erklärt die Familientherapeutin.

Die Vermittlung einer Beratung oder Familienhilfe läuft dann meist über das Jugendamt. Voraussetzung ist das allerdings nicht, denn auch die Familien selber können sich jederzeit Hilfe holen, wenn sie allein nicht weiterwissen. „Es besteht in der Gesellschaft heute immer dieser Leistungsanspruch, alles allein zu schaffen“, weiß Barbara Frahm, die Familien ermutigen möchte, sich rechtzeitig um Unterstützung zu kümmern, bevor die Sorgen zu groß werden. Gründe für Überlastungen gäbe es heute viele, so die Expertin in Sachen Familie. Immer mehr Elternteile leben getrennt und müssen eine Struktur finden, um die Erziehung der Kinder untereinander aufzuteilen, die Großfamilie ist schon seit langem weggebrochen und manche Elternteile stehen auch ganz allein da. Die Situation auf dem Arbeitsmarkt hat sich in den letzten Jahren verschärft, die Wirtschaftskrise gerade Alleinerziehende an den Rand ihrer Möglichkeiten getrieben und da können einer Familie schon kleine Probleme leicht über den Kopf wachsen. Über das Jugendamt wird dann zunächst in einer Hilfsplankonferenz der Bedarf der jeweiligen Familie ermittelt und dann das Angebot vorgeschlagen, das natürlich meist freiwillig ist. Eine Erziehungsberatung kann den Eltern praktische Unterstützung im Umgang mit ihren Kindern bieten, eine Familienhilfe direkt vor Ort Tipps geben. „Warum soll man keine Hilfe in Anspruch nehmen, wenn es doch das Angebot gibt“, betont Barbara Frahm, die sich wünschen würde, dass Familien die Möglichkeit der Unterstützung so früh es geht nutzen würden. Neben der ambulanten Hilfe gibt es in Hamburg zudem die offene Jugendarbeit, mit Jugendhäusern, Bauspielplätzen und vielen Einrichtungen, die sich um die Freizeitgestaltung von Kinder- und Jugendlichen kümmern. Der Verein Aladin tritt speziell in Aktion, wenn diese Begleitung für Kinder nicht mehr ausreicht und konkretere Hilfen nötig werden. „Die Situation in den Familien ist auch ein Abbild unserer Gesellschaft“, vermutet Barbara Frahm, die weiß, dass nicht die Gesellschaft als Ganzes so leicht veränderbar ist, wohl aber der Blick auf die eigene Situation und die Haltung ihr gegenüber. Mit ein wenig Mut könne da viel erreicht werden. (kg)

Aladin e.V., Schloßstraße 44, Tel.: 386 66 69 30; Amtsstraße 22, Rahlstedt, Tel.: 600 88 35-0,
aladin-hamburg
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