1:0 für ein Willkommen

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Staatsministerin Aydan Özoguz beim TSV Wandstal im Gespräch mit jungen Flüchtlingen Foto: Grell

Fußballvereine sollen Flüchtlinge stärker einbinden. Staatsministerin Özuguz überreicht Spende

Von Karen Grell
Wandsbek
Bundesweit werden jetzt vom Deutschen Fußball-Bund, der Nationalmannschaft und der Regierung Amateurvereine bei der Finanzierung von Fußballangeboten für Flüchtlinge unterstützt. Darunter auch der TSV Wandsetal, der junge Menschen aus unterschiedlichen Nationen in den Club holt.
Mit dem Motto „1:0 für ein Willkommen“ werden die Vereine für die Integration der Flüchtlinge stark gemacht. Die Gelder werden dann für Mitgliedsbeiträge, Trikots und Fußballschuhe, Fahrdienste und Sprachkurse eingesetzt. Aydan Özoğuz, die Staatsministerin für Migration, Flüchtlinge und Integration ist persönlich beim TSV Wandsetal in der Walddörferstraße vorbeigekommen, um einen Scheck abzugeben und sich ein Bild von der Arbeit dort zu machen. Das große Engagement beeindruckte sie. „Sport ist eine tolle Möglichkeit, auch ohne Sprachkenntnisse teilzuhaben am Leben in der neuen Umgebung“, so die Ministerin. Der TSV Wandsetal ist einer von vielen Fußballklubs, die den Familien aus Syrien, Eritrea oder Afghanistan ein sportliches Angebot machen.
Beim Mehrspartenklub in Wandsbek betreut der ehemalige iranische Nationaltorwart Mansour Ghalami zwei Trainingsgruppen mit dreißig Jugendlichen aus aller Welt und eine zweite Gruppe mit 15 jungen Fußballern aus Eritrea. „Die Jungs brennen darauf, endlich spielen zu können“. Über 600.000 Euro sollen für das Projekt 1:0 für ein Willkommen zur Verfügung gestellt werden, um möglichst viele Fußballvereine bei ihrem Engagement zu unterstützen. „Weltweit sind derzeit über 50 Millionen Menschen auf der Flucht“, erklärt Sigfried Pillmann vom Vorstand des TSV Wandsetal und immerhin die Hälfte dieser Flüchtlinge seien Kinder. Der Verein sehe es als selbstverständlich an bei der Integration der Flüchtlinge zu helfen. „Unseren Verein gibt es seit 125 Jahren“, so Pillmann und immer schon habe der Sport Zuwanderern geholfen, ein Stück neue Heimat zu finden. Wenn es früher einmal Menschen aus der Türkei oder Italien waren, die nach Hamburg kamen, sind es heute Flüchtlinge aus Syrien. „Sport verbindet, egal, woher die Menschen kommen“.
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