10. Mai: Tag des Schlaganfalls

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Prof. Dr. med. Christian Arning ist Chefarzt der Neurologie in der Asklepios Klinik Wandsbek. Foto: nk

Interview mit Prof. Dr. med. Christian Arning

WB: Was ist ein Schlaganfall?
Prof. Arning: Ein Schlaganfall entsteht entweder durch Verschluss einer Hirnarterie mit der Folge einer akuten Mangeldurchblutung oder seltener durch einen Bluterguss, der sich nach Einriss einer Arterie im Gehirn bildet. Beides führt zu denselben Symptomen, zum Beispiel Lähmungen oder Sprachstörungen.

Wie kann ich einem Schlaganfall vorbeugen?
Prof. Arning: Erstens durch gesunde Lebensweise sowie durch Behandlung von Risikofaktoren wie beispielsweise Bluthochdruck. Zweitens durch sofortiges Handeln, wenn ein Schlaganfall sich durch Vorboten ankündigt.

Was sind typische Vorboten für einen Schlaganfall?
Prof. Arning: Plötzlich auftretende, für Minuten anhaltende Lähmungen, Gefühlsstörungen, Sprachstörungen oder Sehstörungen. Auch akuter, starker Schwindel oder plötzlich auftretende Kopfschmerzen können erste Zeichen eines Schlaganfalls sein.
Wie sollte man sich verhalten, wenn man einen Menschen mit diesen Symptomen sieht oder auch diese Symptome an sich selbst feststellt?
Prof. Arning: Es muss sofort geklärt werden, ob ein Schlaganfall droht. Durch rasche Diagnostik und Behandlung in einer Klinik mit Schlaganfall-Spezialstation (Stroke unit) kann das Risiko eines nachfolgenden Schlaganfalls um 80% reduziert werden.
WB: Vielen Dank für das Gespräch.
(Nicole Kuchenbecker)
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