100. Stadtteilkonferenz in Bramfeld

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Harry Schaub (Mitte) moderierte jahrelang die Stadteilkonferenz Bramfeld. Er verdiente sich durch seine aufrichtige und engagierte Art den Respekt der Bramfelder. Foto: Sobersko

Unpolitisches Gremium, das die Sorgen und Anliegen der Stadtteilbewohner ernst nimmt

Bramfeld. Am 8. April ist es soweit: Die Stadtteilkonferenz Bramfeld kommt zum 100. Mal zusammen. 20 Jahre und zahlreiche Ereignisse liegen hinter diesem Plenum, das als verlässliche Institution im Stadtteil bekannt ist. Die erste Sitzung der noch ganz jungen Runde fand am 7. September 1993 statt und hatte 35 Teilnehmer. Jahrelang, genauer gesagt 92 Sitzungen lang, war der Ort der Zusammenkunft die Schule Hegholt, bis vor etwa einem Jahr die Konferenz ins Brakula verlegt wurde. Es war und ist eine Institution, die von Bramfeldern ernst genommen wird und noch viel wichtiger: die auch die Bramfelder ernst nimmt. Zwischen 40 und 60 Teilnehmer zählt die Konferenz regelmäßig, in Spitzenzeiten und wenn besondere Themen anstehen, sogar 100 oder mehr. Schließung Karlshöhe, Nachverdichtung Hegholt, die Siedlung Nüßlerkamp oder die drohende Schließung des Schwimmbads Bramfeld waren Gegenstand von Diskussion und Engagement. Insgesamt wurden in all den Jahren mehr als 200 Probleme in der Stadtteilkonferenz behandelt, und mehr als 80 Einrichtungen haben sich dort den Vertretern des Stadtteils vorgestellt. In den vergangenen Jahren sind Rechtsradikalismus, Schienenanbindung Steilshoop-Bramfeld und die Stadtbahn, sowie Ortsgestaltung und Marktplatzneubau die zentralen Themen gewesen. Doch es wurde nicht nur diskutiert, sondern auch gehandelt. Zu einer von der Stadtteilkonferenz initiierten Demonstration zur Erhaltung des Schwimmbads Bramfeld kamen etwa 1500 Teilnehmer. Auch Kundgebungen gegen Rechts in Bramfeld konnten immer mit einer hohen Teilnehmerzahl rechnen. Aus der Stadtteilkonferenz sind das „Bündnis gegen Rechts“ und der Verein „Stadtbahn Ja“ hervorgegangen. Gründe für den Erfolg sieht der langjährige Moderator der Konferenz und Bramfelder Ur-Gestein Harry Schaub darin, dass es keine parteipolitischen Auseinandersetzungen gab, da es sich um ein unpolitisches Gremium handelt. „Es geht immer ausschließlich um Probleme der Bramfelder“, so Harry Schaub. (ts)
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